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CCC verurteilt Gewalt in Freien Produktionszonen in Nicaragua

2016 08 10 Nicaragua[10.08.2016]

Die Kampagne für Saubere Kleidung verurteilt das Vorgehen der nicaraguanischen Regierung, die auf Forderung der SAE - A Technotex SA, eines koreanischen Unternehmens und Zulieferer von Walmart, am 27. Juni 2016 die Bereitschaftspolizei in die Fabrik schickte, um dort gewaltsam einen friedlichen Protest von ArbeiterInnen zu unterdrücken.

Diese forderten bessere Arbeitsbedingungen, wie sauberes Trinkwasser, realistische Stückzahlen als Zielvorgaben für das Tagesproduktionssoll und die Wiedereinstellung von zwei entlassenen Gewerkschaftern. Dies ist nicht der erste Vorfall in Zusammenhang mit diesem Unternehmen. In einem Bericht von COVERCO (Commission to Verify Codes of Conduct), der von der Fair Labour Association im Jahr 2013 in Auftrag gegeben worden war, wurde bereits ein ähnlicher Fall von Gewalt bei SAE A Technotex SA am 4. März 2013 festgestellt.  

SAE A Technotex SA ist eine koreanische Fabrik in der Freien Produktionszone von Tipitapa in Nicaragua. Das Mutterunternehmen SAE-A Trading ist Koreas größtes Bekleidungsproduktionsunternehmen mit etwa 20 Fabriken in Asien und Lateinamerika. Diese beliefern den Massenmarkt in den USA und haben Kunden wie Walmart, Target und Kohl´s. Bei dem brutalen Polizeieinsatz in der Fabrik wurden viele ArbeiterInnen verletzt und elf wurden als „Präventivmaßnahme“ festgenommen. Einige der Festgenommenen waren gar keine ArbeiterInnen von Sae A Tecnotex SA, sondern Personen, die zufällig zu der Zeit auf dem Fabrikgelände waren. Darunter eine schwangere Frau und ein Arbeiter mit Herzproblemen aus einer anderen Fabrik.

Die Festgenommenen wurden 5 Tage in Untersuchungshaft gehalten und wurden erst am 2. Juli entlassen. Trotz des unverhältnismäßig brutalen Vorgehens der Bereitschaftspolizei, das mit Videoaufnahmen dokumentiert wurde, und der Tatsache, dass SAE - A Technotex SA alle Anschuldigungen gegen die ArbeiterInnen fallen gelassen hat, hat die nicaraguanische Regierung Strafanzeige gegen die ArbeiterInnen erhoben. Diesen steht nun eine Gerichtsverhandlung wegen angeblicher Angriffe gegen die Bereitschaftspolizei bevor.

Die internationale Arbeiterbewegung kann das gewalttätige Vorgehen der Polizei und die juristische Schikane gegen ArbeiterInnen, die ihre Arbeits- und Menschenrechte verteidigen, nicht tolerieren.

Die Kampagne für Saubere Kleidung und die internationale Clean Clothes Campaign (CCC) unterstützt die Arbeit der Rechtsabteilung des MEC (“Bewegung von arbeitenden und nicht arbeitenden Frauen María Elena Cuadra”), die in Koordination mit den betroffenen ArbeiterInnen, Familien und anderen GewerkschafterInnen den Opfern nach diesem Angriff den Rücken stärken, um die Einhaltung ihrer Arbeitsrechte zu erwirken.

Die Kampagne für Saubere Kleidung unterstützt den Aufruf des MEC mit folgenden Forderungen an die nicaraguanische Regierung:
• Fallenlassen der Anklagen gegen die ArbeiterInnen, die am 27. Juni 2016 in der Sae A Tecnotex Fabrik festgenommen wurden
• Respektierung des Rechts von Gewerkschaften, in Vertretung der Arbeiterschaft zu handeln
• Zur Rechenschaftziehung derer, die den Polizeieinsatz gegen einen friedlichen Protest angefordert haben
• Sicherstellung, dass SAE – A Technotex SA den Forderungen der ArbeiterInnen nach sauberem Trinkwasser nachkommt, die Höhe des Produktionssolls überprüft, würdige Arbeit und eine würdige Behandlung der ArbeiterInnen garantiert sowie die Arbeitnehmerrechte effektiv umsetzt.

Wir hoffen, dass die nicaraguanische Regierung die ungerechten Aktionen gegen ihre eigenen BürgerInnen beendet und den Schutz von Arbeits- und Menschenrechten über kommerzielle oder geschäftlichen Interessen stellt.

Bitte unterstützen Sie diese Eilaktion!

Die Kampagne für Saubere Kleidung verurteilt das Vorgehen der nicaraguanischen Regierung, die auf Forderung der SAE - A Technotex SA, eines koreanischen Unternehmens und Zulieferer von Walmart, am 27. Juni 2016 die Bereitschaftspolizei in die Fabrik schickte, um dort gewaltsam einen friedlichen Protest von ArbeiterInnen zu unterdrücken.

Bitte unterstützen Sie diese Eilaktion und senden Sie diese E-mail an die nicaraguanische Botschaft in Berlin. (Bitte E-Mailadressen nur in Kleinbuchstaben eintragen)


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Kontakt

Laura Ceresna-Chaturvedi
Koordinatorin Eilaktionen - Kampagne für Saubere Kleidung
INKOTA-netzwerk e.V.
Chrysanthemenstr. 1-3
10407 Berlin
Tel.: +49 (0)30 42 08 202-52
E-mail: eilaktionen@saubere-kleidung.de

 

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