Zur Website der CCC International
HomeThemenDiscounterC&A bewegt sich – doch längst nicht ausreichend

C&A bewegt sich – doch längst nicht ausreichend

2013-03-06-CundA-Simon-Q-Flickr[27.02.2013]

Zwar hat C&A am 26. Februar bekannt gegeben, ein Hilfsprogramm zu starten und die Höhe seiner Wiedergutmachung benannt, ausreichend ist dies aber bei Weitem nicht! Gebraucht wird ein umfassender Ausgleich für die ArbeiterInnen und ausreichend hohe Entschädigungen für die Familien derer, die beim Feuer ums Leben kamen.

C&A wird den Kindern der ArbeiterInnen, die am 24. November 2012 durch den Brand in der Fabrik starben, finanziell mit 50 US-Dollar pro Monat unterstützen bis sie volljährig sind. Die Hinterbliebenen der Verstorbenen sollen eine einmalige Abfindung von 1.200 US-Dollar erhalten. Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Familien, denn die Summe ist verschwindend gering. Nach Berechnungen der örtlichen Gewerkschaften entspricht dies gerade einmal 4% dessen, was für ein Leben am Existenzminimum gebraucht wird.

Natürlich ist es positiv, dass C&A beginnt, Verantwortung zu zeigen, aber es ist unverständlich, dass sie dabei keinen Kontakt mit den lokalen Akteuren wie den beteiligten Gewerkschaften aufnehmen. Stattdessen berufen sie sich auch bei der Höhe der Entschädigung ganz auf die unternehmerfreundliche bangladeschische Regierung und den Verband der Bekleidungshersteller und Exporteure.

Auch ist noch nicht klar, inwiefern sich C&A zukünftig systematisch für einen einheitlichen Brandschutz in den Zulieferfabriken stark macht. Die CCC fordert den Beitritt zum internationalen Brandschutzabkommen, das lokale Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen in Bangladesch erarbeitet haben. Calvin Klein, Tommy Hilfiger und Tchibo sind dem Brandschutzabkommen bereits beigetreten.

 

Spenden

Spenden Sie für die Kampagne für Saubere Kleidung. Herzlichen Dank!

Spenden

Newsletter-Anmeldung

Haben Sie Fragen?

Gisela Burckhardt
Gisela.Burckhardt@femnet-ev.de

Laura Ceresna-Chaturvedi
eilaktionen@saubere-kleidung.de