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Stellungnahme zu Hilferufen auf Primark-Ettiketten

2014-07-01 primark robert wade flickr[30.06.2014]

Die Kampagne für Saubere Kleidung äußert sich zur Berichterstattung über "Hilferufe", die in Kleidung von Primark gefunden wurde. In den vergangenen Wochen sind Berichte erschienen, in denen über Zettel oder Botschaften mit Hilferufen berichtet wurde, die in Kleidungsstücke eingenäht waren, die von dem britisch-irischen Einzelhändler Primark verkauft wurden.

Diese sollen angeblich von ArbeiterInnen verfasst worden sein, die unter den unmenschlichen Produktionsbedingungen bei dem Einzelhandelsriesen leiden.

Die Kampagne für Saubere Kleidung – Clean Clothes Campaign sagt zu diesen Berichten: "Es ist schwer zu sagen, ob diese Botschaften echt sind oder nicht. Die Spekulationen über den Ursprung dieser Botschaften sollten jedoch nicht von der bekannten Realität der beschriebenen Bedingungen, insbesondere lange Arbeitstage, Hungerlöhne und fehlender Arbeitsschutz, ablenken. Für die Mehrheit der Männer und Frauen, die für Einzelhandelsunternehmen wie Primark produzieren, ist das die bittere Realität.“ (Berndt Hinzmann)

„Wie unsere kürzlich veröffentlichten Berichte "Tailored Wages" und "Im Stich gelassen - Stitched Up" zeigen, sind unmenschliche Arbeitsbedingungen und Löhne, die weit unterhalb eines Existenzlohns liegen, endemische Bestandteile der Branche, die sich in Bekleidungsfabriken von Bangladesch bis Bulgarien, von Kambodscha bis Kroatien eindeutig nachweisen lassen.“, meint Bettina Musiolek.

Weiterlesen: http://lohnzumleben.de/reportage/

Primark ist nicht das einzige Unternehmen, das aus Fabriken Produkte bezieht in denen die Menschenrechte bei der Arbeit und elementare Sozial und Arbeitsstandards im Argen sind. „Primark und alle Textilunternehmen müssen handeln und die ausbeuterischen und unmenschlichen Einkaufspraxen beenden und sicherstellen, dass die Menschen, die ihre Kleidung herstellen, einen würdigen Lohn erhalten und unter würdigen Arbeitsbedigungen arbeiten können.", so Gisela Burckhardt. "Ein Unternehmen wie Primark müsste weniger als 25 Cent zusätzlich pro T-Shirt zahlen, um einen würdigen Existenzlohn zu zahlen. Die genannten Berichte haben auch gezeigt, dass KonsumentInnen keine billige Mode um den Preis des Leidens eines anderen Menschen kaufen wollen.", sagt Christiane Schnura.

Kontakt:
Berndt Hinzmann, INKOTA-netzwerk e.V. Tel.: 0160 94 69 87 70
Christiane Schnura, Kampagne für Saubere Kleidung; Tel.: 0202 - 89 004 316
Dr. Gisela Burckhardt, FEMNET e.V.; Tel.: 01520 177 40 80
Dr. Bettina Musiolek, Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V. ENS; Tel.: 0178 877 32 98

 

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Gisela Burckhardt
Gisela.Burckhardt@femnet-ev.de

Laura Ceresna-Chaturvedi
eilaktionen@saubere-kleidung.de