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Mitmachen und Petition unterzeichnen! Pakistanische Arbeiterwitwe fordert angemessene Entschädigung vom KiK-Geschäftsführer

2015-05-03 Ali Enterprises[05.03.2015]

Vor zweieinhalb Jahren starb Shahida Parveens Mann beim verheerenden Brand der Textilfabrik Ali Enterprises in Karachi, Pakistan. 254 Menschen kamen damals ums Leben, 55 wurden verletzt. Die Fabrik produzierte hauptsächlich Kleidung für den deutschen Discounter KiK. Die Witwe kämpft um eine angemessene Entschädigung für sich und die anderen Opfer. Sie startete eine Online-Petition, adressiert an Heinz Speet, Geschäftsführer von KiK. 

„Der 11. September 2012 war ein Zahltag“, berichtet die Witwe Shahida Parveen. „Mein Mann, Muhammad Akmal, kam auf grauenvollste Weise ums Leben. Er verbrannte, eingesperrt in einer Fabrik. Sein Tod wäre vermeidbar gewesen. Sein Tod war das Ergebnis eines fahrlässig handelnden Unternehmens: KiK“, klagt die Witwe an.

 

KiK verweigert angemessene Entschädigung
Am 21.12.2012 unterzeichnete KiK eine Zusage für eine Soforthilfe in der Höhe von 1 Mio. USD und erklärte sich bereit über langfristige Entschädigungszahlungen an die Opfer zu verhandeln. „Mehr als zwei Jahre sind vergangen und immer noch gibt es keine Einigung über eine angemessene Entschädigung an die Hinterbliebenen der Opfer“, stellt Gisela Burckhardt von FEMNET/ Kampagne für Saubere Kleidung fest.

Keine Notausgänge
Nur wenige Wochen vor dem Brand am 11.9. 2012 war der Fabrik von dem italienischen Audit-Unternehmen RINA bescheinigt worden, dass die Produktionsstätte den internationalen Arbeitsschutzstandards der SAI (Social Accountability International) entsprächen, obwohl Notausgänge fehlten und die Fenster vergittert waren.  Weder RINA noch SAI haben bisher Entschädigungszahlungen an die Opfer geleistet.

Zu wenig für drei Malzeiten am Tag
Um zu überleben, brauchen die Hinterbliebenen die Entschädigungszahlen. „Es ist zunehmend schwer für die täglichen Ausgaben aufzukommen. Mein Gesundheitszustand verschlechtert sich, aber ich habe kein Geld für einen Arzt und Medikamente. Ich kann nicht einmal mehr sicherstellen, dass meine Söhne, 11, 8, und 3 Jahre alt, drei Malzeiten am Tag bekommen“, zeigt sich Shahida Parveen verbittert.

An Heinz Speet, Geschäftsführer von KiK
Shahida Parveen wendet sich nun mittels einer Online-Petition an Heinz Speet, Geschäftsführer von KiK und fordert Entschädigungszahlungen. Bitte unterschreiben auch Sie. Fordern Sie KiK auf, endlich die Hinterbliebenen der Opfer angemessen zu entschädigen:
https://secure.avaaz.org/en/petition/Hienz_Speet_KiK_Chairman_KiK_Pay_Compensation_to_the_Ali_Enterprises_Factory_Fire_Victims/

Hintergrundinformation zu Ali Enterprises
http://www.cleanclothes.org/ranaplaza/ali-enterprises-fire

Rückfragen an:
Dr. Gisela Burckhardt, email: info@femnet-ev.de, Tel. 01520-177 40 80

In Pakistan: Farhat Fatima, Advocacy and Networking, PILER, E-Mail:  farhat_piler@hotmail.com
Mobil: 0092 343 3086025

Die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) setzt sich für faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Sportartikelproduktion ein. Die  Kampagne ist Teil der Clean Clothes Campaign, einer Koalition in 17 europäischen Ländern mit einem Netzwerk von über 250 Partnerorganisationen weltweit und wird in Deutschland von zahlreichen gewerkschaftlichen, kirchlichen, frauen- und entwicklungspolitischen Organisationen getragen.

 

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Gisela Burckhardt
Gisela.Burckhardt@femnet-ev.de

Laura Ceresna-Chaturvedi
eilaktionen@saubere-kleidung.de