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Living Wage-Projekt in der Outdoor-Branche

 FWF LW[31.03.2014]

Seit zwei Jahren haben sich innerhalb der Fair Wear Foundation (FWF) sechs Outdoor Brands zusammen getan, um ein erstes Projekt zur Realisierung eines Living Wage zu beginnen. Beteiligt waren die European Outdoor Group (EOG) und die Firmen Deuter, Haglöfs, Kjus, Mountain Force, Odlo, und Vaude sowie KTC.

Mit einbezogen waren fünf Fabriken (eine in China; vier in Vietnam). Ende Januar 2014 wurde von der Fair Wear Foundation der Report „Living Wage Engineering“ über die Kalkulation und Umsetzbarkeit eines Existenzsichernden Lohns veröffentlicht. Die Untersuchung betrachtet die Wechselwirkung von Unternehmenspraxis der Outdoor-Industrie, der Preiskalkulation und der Kosten für die Konsumenten. Fest gestellt wurde, dass in keinem der Zulieferbetriebe derzeit ein Living Wage gezahlt wird. Gleichzeitig wurde klar, ganz verschiedene Faktoren haben Einfluss auf die Höhe der Löhne: Standort, Unternehmenspraxis/ Preisdruck, Fabrik-Management, Produktivität/ Effektivität, Ausbildung und technische Gegebenheiten bei der Zulieferfabrik.

Im Ausblick des Reports setzt die FWF unter anderem auf folgendes:

- weitere praxisorientierte Studien mit praktischer Umsetzung

- der Existenzlohn kann nicht nur bei ausgewähltem Sortiment oder Produkten gezahlt werden

- Unternehmen müssen in der Kalkulation Veränderungen vornehmen und diese müssen erprobt werden, denn der Produktpreis ist immer eine Mischkalkulation von verschiedenen Kosten (Produktmarketing, Werbung, Margen etc. und es wird in Kollektionen kalkuliert)

Link zum Report "Living Wage Engineering", FWF

Ein Fazit aus dem Report: Es stehen noch einige Hürden auf der Strecke. Ein Ansatz zur Weiterführung des Prozess könnte ein gemeinsamer Aktionsplan oder eine Art Road Map für einen Existenzlohn sein. Damit würde die Branche eine Leadership-Funktion bei einem der Kernprobleme in der globalen Lieferkette übernehmen.

Als Kampagne für Saubere Kleidung und Discover Fairness können wir eine Fortsetzung der Aktivitäten zu einem Existenzlohn innerhalb der Fair Wear Foundation und mit der European Outdoor Group nur begrüßen.

 

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Berndt Hinzmann
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Maik Pflaum
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