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Pandabärchen statt Arbeitsrechte. Kinderkollektion von H&M und WWF täuscht über Arbeitsrechtsverletzungen bei H&M's "besten" Zuliefererfabriken hinweg

Die Arbeitsbedingungen in Textilfabriken in Kambodscha, die H&M beliefern, lassen viel zu wünschen übrig - selbst bei den Zulieferern, die H&M als ihre "besten" bezeichnet. Zu dieser Schlussfolgerung kommt der Bericht "When ‘best’ is far from good enough" (Wenn gut nicht gut genug ist) von der kambodschanischen NGO Center for Alliance of Labor & Human Rights (CENTRAL) und der Clean Clothes Campaign in Norwegen.

Dem Bericht liegen Interviews mit ArbeiterInnen zu Grunde, die die Arbeitsrechtsverletzungen in vier Zuliefererbetrieben von H&M in Kambodscha beschreiben. Um von derlei Missständen abzulenken und weiterhin zu verschleiern, dass H&M seit Jahren nichts Substantielles verändert, um Arbeitsrechte einhaltbar zu machen, hat der Multi aus Schweden am 29. September 2016 eine „Kinder-Kollektion“ gestartet. Zusammen mit dem WWF (World Wildlife Fund), der 10 Prozent der Einnahmen erhält.

Das angebliche Ziel: zum Schutz bedrohter Tierarten beizutragen. Dass H&M Billigklamotten herstellt, die oftmals nach ein paar Mal Anziehen in den Müll wandern unddie Umwelt massiv belasten, scheint den WWF nicht zu stören. „Geld stinkt nicht“, sagten die alten Römer. Riesige Müllberge und verseuchtes Trinkwasser allerdings schon. Die T-Shirts mit Panda-, Leoparden- oder Polarbären-Motiven sind aus Bio-Baumwolle und mit Slogans versehen wie: „Schütze meinen Lebensraum.“ Die Kinder-Kollektion und die Partnerschaft mit dem WWF muss auch vor dem Hintergrund gesehen werden, dass eine Vielzahl strategischer Partnerschaften und Nachhaltigkeitsversprechen von H&M in den letzten Jahren ohne Ergebnisse geblieben sind. H&M war stark darauf bedacht, sich als nachhaltig zu präsentieren, wollte aber seine eigentlichen Geschäftspraktiken nicht ändern. 2013 zum Beispiel hat H&M seinen Fahrplan zu einem „Fair Living Wage“ veröffentlicht.

Bis 2018 sollten die ArbeiterInnen in den strategischen Zulieferbetrieben einen Grundbedürfnislohn erhalten. Der Fahrplan hat aber niemals eine Bezugsgröße genannt, sodass es unmöglich ist, seinen Erfolg zu messen. Der H&M-Nachhaltigkeitsreport von 2015 nennt keinerlei reale Zahlen, die die Fortschritte auf dieses Ziel hin aufzeigen könnten. So sieht perfektes Greenwashing aus.

Da überrascht es nicht, dass selbst in H&Ms "besten" Lieferbetrieben erhebliche Arbeitsrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind.

Maik Pflaum, CIR

 

Buy Good Stuff - Fair Fashion Shopping Guide Köln

2016 11 24 Buy Good Stuff[24.11.2016]

Unter der Schirmherrschaft der Kölner Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker geht „BUY GOOD STUFF Fair Fashion Shopping Guide Köln“ an den Start! FEMNET e.V. und die AMD Akademie Mode & Design, Fachbereich Design der Hochschule Fresenius, geben gemeinsam den ersten Fair Fashion Guide für Köln heraus. Nachhaltigkeit und bewusster Konsum - der Lifestyle mit ökologisch nachhaltig und sozial fair hergestellten Produkten ist in der Mode längst angekommen.

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Aktuelle Eilaktion: Freilassung chinesischer Arbeitsrechtsaktivisten!

2016 11 01 FreeMengHan[22.11.2016]

Die Kampagne für Saubere Kleidung ruft zur Freilassung des Arbeitsrechtsaktivisten Meng Han auf! Zusammen mit anderen Aktivisten wurde er am 3. Dezember 2015 von der chinesischen Regierung verhaftet, weil er ArbeiterInnen einer Schuhfabrik bei Verhandlungen mit der Unternehmensleitung sowie einem Streik unterstützt hat. Nachdem einige der Aktivisten mit Bewährungsstrafen davonkamen, wurde Meng Han zu einem Jahr und neun Monaten Haft wegen Störung der öffentlichen Ordnung verurteilt.

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Alliance for Bangladesh Worker Safety gibt Fortschritte bei der Sicherheitsmängelbehebung an, während ArbeiterInnen nach wie vor ihr Leben riskieren

2016 11 22 Alliance for Bangladesh Worker Safety[22.11.2016]

Ein Bericht des International Labour Rights Forum deckt massive Versäumnisse bei der Behebung von Sicherheitsmängeln in Zulieferfabriken von Mitgliedsunternehmen der Alliance for Bangladesh Worker Safety auf. Zudem werden viele der Fabriken auf der Webseite der Alliance als "on track" (auf Kurs) bezeichnet, obwohl sie schwerwiegende Sicherheitsmängel aufweisen.

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Stellungnahme der Zivilgesellschaft im Bündnis für nachhaltige Textilien zur Mitgliederversammlung 2016

2016 11 22 Textilbuendnis[22.11.2016]

Der Steuerungskreis hat Ende Oktober nach langen, nicht immer leichten Verhandlungen den Startschuss für die nächste Phase des Textilbündnisses gegeben. Die Zivilgesellschaft im Textilbündnis begrüßt diese Einigung und sieht dies als wichtigen ersten Schritt hin zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette. Alle Mitglieder müssen nun bis Ende Januar 2017 eigene Umsetzungsziele, sogenannte Roadmaps, erstellen.

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Bündnis für Nachhaltige Textilien stellt wichtige Weichen für die Umsetzung

2016 10 26 Textilbuendnis[26.10.2016]

Nach intensiven Verhandlungen hat sich der Steuerungskreis des Bündnisses für nachhaltige Textilien auf den Rahmen des Review-Prozesses geeinigt. Demnach müssen alle Mitglieder bis Ende Januar 2017 eigene Roadmaps mit Zielsetzungen erstellen, die im Laufe des Jahres umgesetzt werden sollen. Anfang 2018 wird die Erfüllung der Ziele durch eine unabhängige Dritte Instanz überprüft und verifiziert. Mit diesem hart errungenen Kompromiss sind nun die Weichen dafür gestellt, dass konkrete Verbesserungen innerhalb der Lieferkette angegangen werden.

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Billiglohn für schicke Treter - Der Preis der Turnschuhe

2016 10 31 Preis der Turnschuhe[31.10.2016]

Turnschuhe - von Modebewussten auch Sneaker genannt - sind mehr als Sportschuhe. Sie stehen für Jugendlichkeit und einen lässigen Auftritt. Vom Youngster bis zum Pensionär, von Deutschland bis nach Afrika - Sneaker werden überall getragen. Neben dem Handy sind sie inzwischen wohl der einzige Artikel, den nahezu jeder besitzt.

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Auf der Stelle (ge)treten. Arbeitsrechtsverletzungen in der indischen Leder- und Schuhindustrie

2016 10 11 Titel Auf der Stelle getreten[11.10.2016]

Löhne weit unter dem Existenzniveau, gravierende Mängel in Sachen Gesundheitsschutz und Sicherheit sowie Diskriminierung und Ausbeutung aufgrund traditioneller Geschlechter- und Kastennormen - die Arbeitsbedingungen in der indischen Schuh- und Lederproduktion sind katastrophal. Das belegt die neue Studie der Kampagne Change Your Shoes, die SÜDWIND und INKOTA veröffentlicht haben. Die Organisationen fordern Markenunternehmen weltweit dazu auf, Profite nicht weiterhin auf Kosten der ArbeiterInnen zu erzielen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Europa.

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