Das sagen Mitzeichnende des Just Fashion Manifests:
„Labour Education Foundation unterstützt das Manifest der Clean Clothes Campaign, weil es unsere Überzeugung widerspiegelt, dass Klimaschutzmaßnahmen in der Bekleidungsindustrie Hand in Hand mit Arbeitsrechten, sozialer Gerechtigkeit und unternehmerischer Verantwortung gehen müssen. Für Arbeiter*innen in Pakistan kann ein ökologischer Wandel nicht als gerecht betrachtet werden, wenn er nicht gleichzeitig menschenwürdige Arbeit, existenzsichernde Löhne, Arbeitsschutz, Gesundheitsvorsorge, Vereinigungsfreiheit, sozialen Schutz und die echte Mitbestimmung der Arbeiter*innen bei Entscheidungen garantiert. Das Manifest bietet einen wichtigen Rahmen, um sicherzustellen, dass die Kosten des Wandels nicht den Arbeiter*innen und Gemeinschaften im Globalen Süden aufgebürdet werden, sondern von denen getragen werden, die am meisten von der Industrie profitieren.“ — Khalid Mahmood, Labour Education Foundation (Pakistan)
„Wenn Arbeiter*innen nicht genug verdienen, um in Würde zu leben, dann gibt es keinen echten gerechten Wandel. Es mag einen grünen Wandel geben, neue Standards, neue Berichtspflichten, eine neue Nachhaltigkeitssprache – aber er ist nicht gerecht, wenn die Menschen, die die Arbeit verrichten, weiterhin in Armut gefangen sind. Wir sollten aufhören, über Löhne und Nachhaltigkeit zu sprechen, als wären das zwei getrennte Themen. Sie sind tief miteinander verbunden. Wenn Arbeiter*innen von ihren Löhnen nicht leben können, bleiben sie in Armut, während von ihnen erwartet wird, die Last des Wandels zu tragen. Ein existenzsichernder Lohn ist nicht alles, aber er ist die Grundlage. Ohne ihn bleibt eine ‚gerechte‘ Transition nur eine leere Floskel. Mit ihm haben Arbeiter*innen wenigstens eine echte Chance, eine bessere Zukunft mitzugestalten.“ — Armin Šestić, ZORA (Bosnien)
„Dieses Manifest formuliert die Vision von Arbeiter*innen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für Arbeiter*innenrechte einsetzen. Die Klimakrise ist für alle zu einer greifbaren Realität geworden. Waldbrände, Überschwemmungen und Tsunamis sind in den vergangenen Jahren immer häufiger aufgetreten. Am stärksten von dieser Krise betroffen sind jedoch die Arbeiter*innen, die das Rückgrat der Produktion bilden. Mit diesem Manifest machen wir auf die strukturellen Probleme innerhalb der globalen Textilbranche aufmerksam und formulieren unsere Forderungen. Dieser Ansatz basiert auf dem Prinzip einer gerechten Mode, bezieht alle Akteur*innen mit ein und stellt dabei die Arbeiter*innen – die die schwerste Last tragen – in den Mittelpunkt.” — Bego Demir, Temiz Giysi Kampanyası (Clean Clothes Campaign Türkei)
„Modemarken und andere Marktakteure aus Deutschland haben enorme Macht, dieses Modesystem zu verändern. Wir sollten daran glauben, dass wir die Zukunft dieser Industrie mit Engagement hier verbessern können, wenn wir uns hier in Deutschland dafür einsetzen. Dafür ist es wichtig, dass wir die Stimmen aus den Produktionsländern wie Bangladesch oder Indien hören und die Perspektiven aus Regionen wie Uganda oder Pakistan, wo unsere gebrauchte Kleidung in Massen landet. Deshalb unterstützen wir vom SÜDWIND-Institut das Manifest als weltweiten Aufruf, den Wunsch nach Veränderung auszudrücken und sich dafür einzusetzen!” - Dr. Jiska Gojowczyk, SÜDWIND-Institut (Deutschland)
„Power OVER? Nein, danke! Wir wollen Power WITH. Denn echte Veränderung entsteht nur, wenn wir uns verbünden. Das Just Fashion Manifest zeigt die Macht des Kollektivs - was entstehen kann, wenn wir uns zusammentun. Eine Modeindustrie, die nicht auf Ausbeutung, sondern auf Würde und Mitbestimmung basiert. Klimaschutz, der nicht von oben verordnet, sondern von denen mitgestaltet wird, die die Folgen der Klimakrise täglich (er)leben. Das ist keine Utopie. Das ist unsere Aufgabe! Nur durch die Einbindung der Perspektiven von Arbeiter*innen in Entscheidungsprozesse können wir menschenwürdige Arbeitsbedingungen schaffen, echten Klimaschutz umsetzen und ein gerechtes Modesystem aufbauen.” - Helen Gimber, Kampagne für Saubere Kleidung (Deutschland)
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