JUST FASHION MANIFEST

Ein Manifest, das Prinzipien für ein gerechtes Modesystem formuliert.

Ein Manifest, das die Rechte der Arbeiter*innen in den Mittelpunkt eines gerechten Klimaschutzes stellt.

Teilt ihr unsere Vision? Dann unterzeichnet das Manifest und lasst uns der Welt zeigen, dass die Einbindung von Arbeitsrechten in eine gerechte Klimapolitik wichtig und notwendig ist. Die Unterstützung des Manifests bedeutet, dass eure Organisation/Gruppe die Prinzipien des Manifests befürwortet. Es bedeutet auch: Ihr stimmt zu, die im Manifest vorgesehene Veränderung voranzutreiben. Durch die Unterstützung des Manifests wird eure Organisation/Gruppe Teil einer wachsenden sozialen Bewegung für Veränderung in der Textil- und Bekleidungsindustrie. Hier mehr erfahren und unterzeichnen. 

Für Einzelpersonen wird es ab dem 1. Mai ein separates Verfahren zur Unterstützung des Manifests geben.
//// FINALER ENTWURF //// Die deutsche Endfassung wird spätestens ab dem 22. April online sein.

Stell dir ein gerechtes Modesystem vor, das Menschen über Profite stellt.

Ein System, das die Bedürfnisse aller erfüllt – ohne Ausbeutung von Arbeiter*innen oder die Zerstörung der Umwelt. Das ist möglich, aber nur, wenn wir uns gemeinsam für ein würdevolles Leben und eine lebenswerte Zukunft einsetzen. Unser Manifest skizziert eine gemeinsame Vision: ein gerechtes Modesystem, das würdige, klimaresiliente Arbeitsplätze auf einem gesunden Planeten schafft und schützt.

Prekäre Lebensbedingungen // steigende globale Temperaturen // geschlechtsspezifische und rassistische Gewalt // ökologischer Kollaps: Die größten Herausforderungen unserer Zeit wurzeln in der Ausbeutung von Menschen und Planet – für den Profit weniger. Die heutige Modeindustrie gedeiht anhand globaler Ungleichgewichte in Bezug auf Macht und Geld, feinjustiert durch Jahrhunderte des Kolonialismus und Imperialismus. Während die reichsten Modekonzerne immer reicher werden, leiden Millionen Textilarbeiter*innen – vor allem Frauen – unter Armutslöhnen, Überlastung und fehlendem Schutz.

Modemarken produzieren jährlich Milliarden Kleidungsstücke durch Ausbeutung und Umweltzerstörung. Ihre Überproduktion zerstört Böden, vergiftet Gewässer, verschmutzt die Luft, beschleunigt Entwaldung und Artensterben und pumpt klimaschädliche Emissionen in die Atmosphäre. Giftiger Textilmüll aus kaum getragener Kleidung lässt Mülldeponien überquellen und belastet Menschen und die Umwelt.

Die Klimakrise ist keine ferne Bedrohung. Sie ist da und vertieft Ungleichheiten. Gerade die Arbeiter*innen, die ohnehin ums Überleben kämpfen, zahlen den höchsten Preis für den Klimawandel.

  • Überschwemmungen, Brände, Stürme und Hitzewellen gefährden Arbeitsplätze, Gesundheit und Sicherheit.
  • Extreme Wetterbedingungen machen überzogene Produktionsziele noch schwerer zu erreichen.
  • Armutslöhne und fehlende soziale Absicherung lassen Arbeiter*innen schutzlos zurück, wenn Katastrophen eintreten.
  • Gewerkschaftsfeindliche Praktiken ersticken Forderungen nach Veränderung.

Veränderung ist möglich. Doch viele angebliche „Lösungsvorschläge zur Klimakrise“ von Regierungen und Modemarken verschlechtern die Lage der Arbeiter*innen. Jobs gehen verloren, Löhne bleiben unbezahlt,  Arbeiter*innen werden von Entscheidungen über ihre Zukunft ausgeschlossen. Entscheidungen, die ihr Leben heute prägen.

Wir wissen: Eine kaputte Industrie lässt sich nicht reparieren. Stattdessen bauen wir ein neues, gerechtes Modesystem auf. Ein System, das die Würde der Arbeiter*innen und die Wiederherstellung unseres Planeten ins Zentrum stellt. Dieser Wandel wird nicht über Nacht geschehen. Er erfordert eine Kombination aus kurzfristigen Reformen und einer langfristigen Systemtransformation. Beide Wege verstärken sich gegenseitig im fortlaufenden Kampf für eine gerechte Mode.

Unser Manifest formuliert Prinzipien für ein gerechtes Modesystem – die Grundlage für alle Handlungen zur Zukunft der Mode. Ein gerechtes Modesystem …

… garantiert menschenwürdige Arbeit, hohe Lebensqualität und gleiche Rechte für alle Arbeiter*innen entlang der Lieferkette.
… sichert Gerechtigkeit in all ihrer Form: sozial, wirtschaftlich, geschlechtsspezifisch und klimabezogen; heute und in Zukunft.
… verteilt Reichtum um – in die Hände der Arbeiter*innen.
… stellt sicher, dass die Kosten für Klimaanpassung und -schutz fair getragen werden.
… wird von und mit Arbeiter*innen gestaltet.
… trägt zur Regeneration der Natur bei und bleibt innerhalb planetarer Grenzen.
… reduziert Überproduktion und erhöht gleichzeitig die Job-Sicherheit.
… macht Unternehmen und deren Führungskräfte für verursachte Schäden verantwortlich.
… entwickelt neue, gerechte Wege, Kleidung herzustellen, zu transportieren, zu verkaufen, zu nutzen und wertzuschätzen.
… entsteht durch gemeinsames Engagement und globale Solidarität.

Wer wir sind

Wir sind Menschen, die Kleidung herstellen und tragen. Wir sind Aktivist*innen, soziale und ökologische Bewegungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Textilarbeiter*innen, Gewerkschaften, Arbeitsrechtsorganisationen und Verbündete. Wir sind weltweit vereint im Kampf für eine Welt, die die Bedürfnisse von Arbeiter*innen und Menschen in den Mittelpunkt stellt. Gemeinsam erheben wir unsere Stimme für ein gerechtes Modesystem, das Arbeiter*innenrechte respektiert und zur Regeneration der Natur beiträgt.

Unsere Vision ist ein Wandel zu einem gerechten Modesystem

#1 Ein Modesystem, in dem Menschenwürdige Arbeit garantiert ist – unabhängig von Arbeiter*in, Standort oder Job

Ein gerechtes Modesystem basiert auf Würde, Gerechtigkeit und Gleichheit für alle Arbeiter*innen. Jeder hat das Recht auf sichere, gesunde Arbeitsbedingungen – frei von Belästigung, Missbrauch und geschlechtsspezifischer Gewalt. Arbeiter*innenrechte gelten entlang der gesamten Lieferkette: für alle, die Kleidung herstellen, verkaufen, sammeln, sortieren, verteilen, reparieren oder entsorgen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Klasse, Alter, Sexualität, körperlicher Fähigkeit, Migrationsstatus, Beschäftigungsform oder Arbeitsplatz. Menschenwürdige Arbeit ist heute, während des Wandels und in Zukunft garantiert.

#2 Ein Modesystem, in dem ein würdevolles, klimaresilientes Leben für alle durch universelle soziale Absicherung ermöglicht wird.

Regierungen und Unternehmen passen Arbeitsplätze an, um Arbeiter*innen vor den direkten Folgen des Klimawandels zu schützen. Universelle soziale Absicherung stärkt nicht nur die Resilienz der Arbeiter*innen, sondern auch unsere kollektive Widerstandsfähigkeit gegen soziale und klimatische Erschütterungen. Jeder hat Anspruch auf Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Abfindungen, Renten und Arbeitslosengeld. Öffentliche Ausgaben dienen den Menschen – durch soziale Absicherung, Arbeiter*innenrechte und existenzsichernde Löhne – statt sozialer und ökologischer Zerstörung. Gesetze und durchsetzbare Markenabkommen (wie der International Accord) machen Marken für das Wohl und die Sicherheit der Arbeiter*innen verantwortlich. Marken tragen zudem finanziell zu öffentlichen Sozialsystemen in den Produktionsländern bei – zusätzlich zu den Zahlungen ihrer Lieferanten.

#3 Ein Modesystem, in dem die Existenz der Arbeiter*innen über Unternehmensprofiten steht.

Ein gerechtes Modesystem bereichert das Leben der Arbeiter*innen, ihrer Familien und lokalen Gemeinschaften. Der Reichtum der Branche wird fair verteilt – die Bedürfnisse von Menschen und Umwelt haben Vorrang vor Profiten von Führungskräften und Aktionär*innen. Existenzsichernde Löhne ermöglichen es allen, Lebensnotwendiges zu bezahlen und Ersparnisse aufzubauen. Unternehmen und ihre Eigentümer*innen zahlen faire Steuern entlang der Lieferkette – um soziale Absicherung und Klimaanpassung für alle zu finanzieren. Öffentliche und private Investitionen fließen weg von Unternehmen, die von Schaden profitieren, hin zu Modellen der Fürsorge, Gerechtigkeit und Gleichheit. Unternehmen kalkulieren existenzsichernde Löhne, soziale Absicherung und Klimafolgen in ihre Einkaufspraktiken ein. Der Wandel zu einem gerechten Modesystem wird gerecht finanziert – historisch verantwortliche Unternehmen und Länder tragen die Kosten für Anpassung und Klimaschutz.

#4 Ein Modesystem, in dem jede*r Mitsprache bei Entscheidungen hat, die das eigene Leben betreffen.

Die Menschen, die Kleidung herstellen, verkaufen, sammeln, sortieren, verteilen, reparieren oder entsorgen, haben ein demokratisches Mitbestimmungsrecht. Wir organisieren uns frei in unabhängigen Gewerkschaften und sozialen Bewegungen, um bessere Arbeitsbedingungen und Klimaschutz zu verhandeln. Arbeiter*innen haben mehr Mitbestimmung über ihren Arbeitsplatz und ihre Arbeitsbedingungen. Bildung über ihre Rechte befähigt sie, diese zu verteidigen und voranzubringen. Schulungen zu Klima- und Ökologiefragen unterstützen sie, an Entscheidungen über die Zukunft der Branche mitzuwirken – auf jeder Ebene. Umverteilung von Profiten und Respekt für planetare Grenzen werden durch starke Arbeitsgesetze, Tarifverträge und sozialen Dialog ermöglicht. Jeder kann sich ohne Angst vor Repression äußern.

#5 Ein Modesystem, in dem Kleidungsproduktion alle Bedürfnisse erfüllt – im Einklang mit planetaren Grenzen.

Die Erde kann das heutige, auf Ausbeutung basierende Modell der Überproduktion nicht länger tragen. In einem gerechten Modesystem sind Marken für den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte verantwortlich – von Rohstoffen bis zur Entsorgung. Hochwertige, wertgeschätzte Kleidung wird so gestaltet, dass sie lange im Kreislauf bleibt und selten weggeworfen wird. Marken finanzieren Abfallmanagementsysteme und schützen Arbeiter*innen und die lokale Bevölkerung vor den ökologischen und gesundheitlichen Folgen von Textilmüll. Ressourcennutzung orientiert sich an echten globalen und lokalen Bedürfnissen. Gerechte Kleidungsproduktion geht über die Minimierung von Klima- und Ökofußabdrücken hinaus – sie fördert aktiv eine heilende Beziehung zur Erde und allen Lebewesen.

#6 Ein Modesystem, in dem Menschenwürdige Arbeit, Job-Sicherheit und Löhne steigen – während die Produktionsmengen sinken.

Die Preise für Kleidung spiegeln die wahren Kosten der Arbeit wider – und führen zu höheren Löhnen, weniger Überstunden und geringeren Produktionsvolumina. Langsamere Produktionsmodelle sind die Grundlage eines gerechten Modesystems: Sie minimieren Emissionen, stoppen die Erderwärmung und stellen die Biodiversität wieder her. Regierungen entwickeln gemeinsam mit Arbeiter*innen und Gewerkschaften Pläne zur Transformation der Kleidungsproduktion. Alle Veränderungen werden sorgfältig verhandelt, um plötzliche Jobverluste, Werksschließungen und Einkommensunsicherheit zu vermeiden. Lohngarantien, soziale Absicherung und alternative Beschäftigungsmöglichkeiten bieten mehr Job-Sicherheit. Arbeiter*innen erhalten frühzeitig Information über Werksschließungen und haben Anspruch auf Abfindungen. Verantwortungsvolle Exit-Strategien sorgen dafür, dass niemand zurückgelassen wird.

#7 Ein Modesystem, in dem Unternehmen für alle von ihnen verursachten Schäden haften.

Freiwillige Selbstverpflichtungen bringen keine Gerechtigkeit – nur global verbindliche Regeln. Ein gerechtes Modesystem macht Unternehmen rechtlich und finanziell verantwortlich für alle direkten und indirekten Schäden. Nach dem Gesetz erstreckt sich die Verantwortung der Unternehmen auf die gesamte Lieferkette und den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte. Die Haftung ist umfassend: Modemarken haften für das Handeln ihrer Zulieferer – unabhängig vom Standort ihrer Hauptsitze. Alle Marken prüfen regelmäßig ihre Lieferketten, um Menschenrechtsrisiken zu identifizieren, zu verhindern und Verstöße wiedergutzumachen. Transparenzgesetze ermöglichen es, Unternehmensaussagen, Politiken und Geschäftspraktiken zu überprüfen.

Ein gerechtes Modesystem verhindert nicht nur zukünftige Schäden – es repariert vergangenes Unrecht und gleicht globale Machtungleichgewichte aus. Modemarken leisten Wiedergutmachung für historische Ungerechtigkeiten gegenüber Arbeiter*innen und beheben aktuelle und zukünftige Verstöße gegen Arbeitsrechte sowie Schäden durch Fehlanpassungen. Jede*r Arbeiter*in kann ohne Angst vor Repression Gerechtigkeit einfordern. Nationale Arbeitsbehörden sind gut finanziert, um die Modeindustrie effektiv zu überwachen und die Einhaltung der Gesetze durchzusetzen.

#8 Ein Modesystem, in dem Kleidung wertgeschätzt wird – als Anerkennung der Menschen, die sie herstellen.

Kleidung erfüllt alle unsere Bedürfnisse – individuelle, kollektive, funktionelle, emotionale und kreative – nicht die Profitmargen von Unternehmen. Veränderungen in der Produktion, existenzsichernde Löhne und eine blühende Share-Economy machen nachhaltige Mode zugänglicher. Kleiderschränke werden bewusst mit ethisch hergestellter Kleidung gefüllt, die wertgeschätzt und gepflegt wird. Kleidung wird wiedergetragen, repariert, weiterverkauft, getauscht, verschenkt, upgecycelt und recycelt. Schneiderdienste, Kleidertauschbörsen, Secondhand-Läden, Leihbüchereien, Reparaturworkshops und Bildungsangebote zur Pflege von Kleidung halten Textilien so lange wie möglich im Kreislauf. Werbung, soziale Medien und Modepublikationen fördern neue Ideale: Langlebigkeit und handwerkliche Qualität statt billiger, kurzlebiger Trends. Marketing, das Arbeiter*innenausbeutung und Umweltzerstörung anheizt, wird verboten. Langsamerer, bewussterer Konsum setzt Energie frei für kollektives Handeln und Gemeinschaft. Wir sehen uns als mehr als nur Konsument*innen. Wir schätzen Kleidung als kulturellen und individuellen Ausdruck und respektieren die Arbeit, die dahintersteht.

#9 Ein Modesystem, in dem gerechte Mode von globaler Solidarität und kollektivem Handeln lebt.

Solidarität ist der Faden, der die Menschen verbindet, die Kleidung herstellen und tragen. Unsere kollektive Stärke liegt darin, uns in Gewerkschaften zu organisieren, Arbeiter*innenkämpfe zu unterstützen, Marken und Regierungen unter Druck zu setzen, gerechte Mode zu fördern – und die Wegwerfkultur abzulehnen. Gemeinschaftsaufbau, gegenseitige Hilfe und Wissensaustausch stärken unseren verbundenen Kampf für soziale und Klimagerechtigkeit. Jede individuelle Aktion macht einen Unterschied – doch gemeinsam sind wir stärker. Veränderung beginnt nicht in Chefetagen. Sie beginnt bei uns: den Menschen, die Kleidung herstellen und tragen. Unsere gemeinsame Zukunft liegt in unseren Händen. Erhebe deine Stimme für eine gerechte Modezukunft. Unterschreibe das Manifest und verpflichte dich, eine Welt mitzugestalten, die Menschen und Planet über Profite stellt.

Teilt ihr unsere Vision? Interesse das Manifest zu mitzutragen? Unterzeichne und lasst uns der Welt zeigen, dass die Einbindung von Arbeitsrechten in eine gerechte Klimapolitik wichtig und notwendig ist. Die Unterstützung des Manifests bedeutet, dass eure Organisation/Gruppe die Prinzipien des Manifests befürwortet. Es bedeutet auch, ihr stimmt zum die im Manifest vorgesehene Veränderung voranzutreiben. Durch die Unterstützung des Manifests wird eure Organisation/Gruppe Teil einer wachsenden sozialen Bewegung für Veränderung in der Textil- und Bekleidungsindustrie. Hier mehr erfahren und unterzeichnen. 

Für Einzelpersonen wird es ab dem 1. Mai es ein separates Verfahren zur Unterstützung des Manifests geben.

Definitionen

Finanzielle Entschädigung, auf die Arbeiter*innen Anspruch haben, wenn ihr Arbeitsverhältnis unfreiwillig endet – z. B. bei Werksschließungen oder Stellenabbau.

Personen oder Unternehmen, die in ein Unternehmen investieren, um Anteile und potenzielle finanzielle Erträge zu erhalten

Maßnahmen, die darauf abzielen, sich auf Klimafolgen vorzubereiten, die Verwundbarkeit zu verringern und die Resilienz gegenüber dem Klimawandel zu stärken.

Rechtlich verbindliche Vereinbarungen, die von mindestens einer Marke und lokalen Gewerkschaften ausgehandelt, umgesetzt und unterzeichnet werden. Sie machen Marken für die Arbeitsbedingungen und Rechte der Arbeiter*innen in ihrer Lieferkette verantwortlich.

Art und Weise, wie Unternehmen mit ihren Zulieferern zusammenarbeiten und von ihnen einkaufen – einschließlich Zahlungsbedingungen, Fristen und Bestellmengen. Ausbeuterische Praktiken wie Preisdruck, kurzfristige Stornierungen, Rabattforderungen oder verspätete Zahlungen verschlechtern die Arbeitsbedingungen, drücken Löhne und erhöhen den Produktionsdruck sowie unbezahlte Überstunden.

Anpassungsmaßnahmen, die die Verwundbarkeit, Exposition oder das Risiko von Arbeiter*innen gegenüber dem Klimawandel erhöhen, statt sie zu verringern.

Hochrangige Unternehmensmitarbeiter*innen wie CEO oder Direktor*innen, die das Unternehmen leiten und verwalten.

Ein rechtlich bindendes Abkommen zwischen Marken und Gewerkschaften, das nach dem Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes in Bangladesch 2013 geschlossen wurde. Der Accord stellt sicher, dass Fabriken, die für unterzeichnende Marken produzieren, regelmäßig überprüft werden und identifizierte Sicherheitsrisiken behoben werden.

Ein Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), das produktive Arbeit für alle unter Bedingungen der Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit und Menschenwürde bedeutet.

Maßnahmen zur Reduzierung oder Vermeidung von Emissionen, um die Erderwärmung zu begrenzen.

Neun miteinander verbundene, lebenserhaltende Systeme, die die Stabilität des Planeten regulieren. Das Einhalten dieser Grenzen verhindert irreversible Umweltschäden.

Kombination aus Arbeits- und Sozialschutzmaßnahmen, darunter: Löhne, Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Sozialversicherung (Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Abfindungen, Renten, Arbeitslosengeld), Öffentliche Dienstleistungen (Bildung, Gesundheitsversorgung, Qualifizierungsprogramme)

Diese Maßnahmen verbessern die Lebensbedingungen der Arbeiter*innen und schützen sie vor Einkommensverlusten in Krisenzeiten.

Ein Prozess, bei dem Vertreter*innen von Arbeiter*innen, Arbeitgeber*innen und Regierungen durch Verhandlungen, Konsultationen und Informationsaustausch soziale und wirtschaftliche Politiken gestalten, um die Interessen der Arbeiter*innen zu fördern und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Transparente, verbindliche und durchsetzbare Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber*innen und Arbeiter*innen (vertreten durch Gewerkschaften) über Arbeitsbedingungen.

Kontakt

Helen Helen Gimber Kampagne für Saubere Kleidung | Clean Clothes Campaign Germany

Helen Gimber

Koordinatorin, Kampagne für Saubere Kleidung

Sprich mich dazu an: Just Fashion Manifest | Qualifizierungsreihe: Just Fashion Werkstatt | Aktionstreffen | Arbeit der deutschen Kampagne für Saubere Kleidung und der internationalen Clean Clothes Campaign | Mitarbeit im Netzwerk | Regionalgruppen

Ich biete Vorträge und Workshops zu Themen der Kampagne für Saubere Kleidung in Berlin und online an.

Ich arbeite von Berlin aus.

E-Mail:koordination [ät] saubere-kleidung.de

Tel.:+49 (0)1511-64 739 42

Jiska Gojowczyk Dr. Jiska Gojowczyk Kampagne für Saubere Kleidung | Clean Clothes Campaign Germany

Dr. Jiska Gojowczyk

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, SÜDWIND Institut

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Ich arbeite von Bonn aus.

 

E-Mail:gojowczyk[ät]suedwind-institut.de

Logo der Europäischen Union auf schwarzem Hintergrund. Danaben Text: "Kofinanziert von der Europäischen Union"

FASHIONING A JUST TRANSITION / GESTALTUNG EINES GERECHTEN WANDELS 

Das Manifest wird im Rahmen des Projekts „Fashioning a Just Transition“ verfasst, das von der Europäischen Union kofinanziert wird. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung der Clean Clothes Campaign und spiegelt nicht notwendigerweise die Ansichten der Europäischen Union wider. Zum Just Fashion Manifest arbeiten in Deutschland die Kampagne für Saubere Kleidung und das SÜDWIND-Institut zusammen.