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Newsletter September 2025
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Rote Fäden #3 /2025:
Existenzlohn ist ein Menschenrecht – keine Verhandlungssache!

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Millionen Arbeiter*innen in der Textilindustrie verdienen nicht genug für ein Leben in Würde – während am anderen Ende der Lieferkette enorme Profite eingestrichen werden. Das muss sich ändern! Mach mit beim Living Wage Day am 25. September und fordere: Existenzlohn für alle statt Luxusleben für wenige!

Hungerlöhne sind das eine, doch oft warten Arbeiterinnen nach Fabrikschließungen auf ausstehende Löhne und Abfindungen, so auch im Fall Royal Knitting (Thailand). Warum wir OTTO in der Verantwortung sehen, diskutieren wir am 16. Oktober in Hamburg mit Betroffenen und Expertinnen.

Gewerkschaften sind weltweit unverzichtbar, geraten aber immer stärker unter Druck. In Myanmar wurde Myo Myo Aye und weitere Gewerkschaftsmitglieder verhaftet. Wir fordern ihre sofortige Freilassung, denn Gewerkschaftsfreiheit ist ein Menschenrecht!

Und trotz aller Rückschläge gibt es Erfolge: Vier Jahre nach dem Brand bei Ali Enterprises in Pakistan erhielten Überlebende endlich Entschädigungen. Doch viele Fabriken sind noch immer unsicher. Marken müssen jetzt das verbindliche Abkommen (Accord) unterzeichnen!

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Living Wage Day: Mach mit, werde laut und fordere mit uns: #ExistenzlohnFürAlle!

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Am 25.09. setzen wir als internationales Netzwerk mit dem „Living Wage Day“ ein Zeichen gegen die Ausbeutung in Textillieferketten und fordern das sofortige Schließen der Lohnlücke bei Textilarbeiter*innen. Arbeiter*innen verdienen mehr! Denn ein Lohn, der Essen, Wohnen, Gesundheit und Bildung abdeckt, ist die Grundlage eines Lebens in Würde. #LivingWageNow: Druck dir das Plakat aus, halte es hoch, mach ein Foto und teile es am 25.09. auf deinen Socials – oder nutze unsere Sharepics. Häng das Plakat in deinem Umfeld auf. Lass uns gemeinsam laut werden!

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OTTO und der Fall Royal Knitting: 16.10.2025 Podiumsdiskussion in Hamburg

Royal Knitting Workers (c) MAP Foundation, Clean Clothes Campaign 1
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Wer trägt die Verantwortung? Das fragen wir am Donnerstag, den 16. Oktober auf unserer Veranstaltung im Museum der Arbeit (Hamburg). Entlassene Arbeiter*innen von Royal Knitting in Thailand, die Produkte für OTTO-Marken hergestellt haben, kämpfen seit fünf Jahren für die Zahlung ausstehender Löhne und Abfindungen. Arbeiter*innen von Royal Knitting, Vertreter*innen der Thailändischen MAP Foundation schildern ihren Blick auf den Fall. Mit ihnen und mit Expert*innen aus Rechts- und Sozialwissenschaft wollen wir auch auf die Effektivität und Zukunft des Lieferkettengesetzes eingehen.

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Union Busting in Myanmar: Gewerkschafterin Myo Myo Aye inhaftiert

2025_Myanmar_Myo Myo Aye in Japan_c-CCC
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Am 25. Juli 2025 wurde die Vorsitzende der Solidarity Trade Union of Myanmar (STUM), Myo Myo Aye, willkürlich festgenommen – gemeinsam mit ihrer Tochter und weiteren Gewerkschaftsmitgliedern. Die Festnahmen erfolgten unter massiver Einschüchterung, Geräte und Unterlagen wurden beschlagnahmt, die STUM-Büros versiegelt. Die Verhaftungen verletzen grundlegende Menschenrechte, darunter das Verbot willkürlicher Inhaftierung und das Recht auf ein faires Verfahren. Wir fordern ihre sofortige Freilassung und rufen die internationale Gemeinschaft auf, Schutz und Solidarität für die Inhaftierten einzufordern. #StopUnionBusting.

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13 Jahre Ali-Enterprises-Brand: Solidarität mit den Überlebenden und ein Appell an die Marken

Pakistan_Ali Enterprises_c-Amar Guriro
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Am 11. September jährte sich der tödliche Brand bei Ali Enterprises in einer pakistanischen Bekleidungsfabrik zum 13. Mal. Über 250 Arbeiter*innen starben in einer Fabrik, die nur wenige Wochen zuvor von Sozialauditoren als sicher zertifiziert worden war. An diesem Tag erinnern wir an die Tragödie ihres Todes und an das Leid ihrer Familien. Wir bekräftigen unser Engagement, unseren Kampf für sichere Fabriken in Pakistan und überall sowie für menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Textilarbeiter*innen weltweit fortzuführen.

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WEITERE FÄDEN AUS DEM NETZWERK…

  • Wir fordern EU-Parlament und Mitgliedsstaaten auf, den Omnibus-Vorschlag zurückzuweisen und die ursprünglichen Sorgfaltspflichten zum Schutz von Arbeits-, Menschenrechten und Umwelt zu bewahren.

  • Am 13. August 2025 griff die Polizei eine friedliche Demonstration vom Bangladesh Garment and Sweater Workers Trade Union Centre an. (ENG)

  • Beschäftigte protestieren gegen Fabrikschließung von NEXT in Sri Lanka (ENG)

  • Ausgebeutete Fabrikarbeiter in der Toskana protestieren auf der Hauptversammlung von Richemont in Genf (ENG)

  • Unterzeichne die Petition und fordere, dass Nike seine Arbeiter*innen bezahlt!

  • Des Forschens leid?! Dr. Jiska Gojowczyk, SÜDWIND Institut im Interview mit Kai Nebel, Hochschule Reutlingen, zu einem gerechten Wandel in der Modeindustrie

  • Zwei Beiträge vom Aktionstreffen sind online: Dr. Sabine Ferenschild, SÜDWIND Institut zur 30 Jahre Entwicklung in der Textilindustrie + Armin Sestic, ZORA und Andriko Otan, TURC zum gerechten Wandel in der Modeindustrie in Bosnien und Herzegowina und Indonesien.

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TERMINE

  • Feminismus und Kolonialität am 01.10.2025 beim UN/LERN Online-Lese-und Diskussionskreis reflektieren

  • Auf der Fachkonferenz am 07.10.2025 in Berlin den aktuellen Stand und die Zukunft von Sorgfaltspgflicht & Arbeitsrechten diskutieren

  • Podiumsdiskussion - Wer trägt die Verantwortung? Arbeitsrechte und unternehmerische Sorgfaltspflichten in der globalen Bekleidungsindustrie am 16.10.2025 in Hamburg

  • Austausch und Vernetzung zu Nachhaltiger Beschaffung in NRW am 30.10.2025 in Düsseldorf

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P.S.: Wir schreiben ein Mode-Manifest – schreib mit! Für eine gerechte, nachhaltige und solidarische Zukunft der Modeindustrie! Für eine Just Fashion Future!

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