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Newsletter Mai 2024
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Einladung: Gewerkschafter aus Kambodscha berichtet live über den großen Betrug in Hulu Garments Fabrik

Hallo ,

Während der Covid-Pandemie waren in Kambodscha hunderttausende Beschäftigte in der Bekleidungsindustrie von Entlassungen, Aussperrungen, Kurzarbeit oder Lohnraub betroffen. Auch nach drei Jahren leiden die Arbeiter*innen noch unter den Folgen der Pandemie. Während Modekonzerne wie Hugo Boss, Zalando und Adidas hierzulande ihren Aktionär*innen schon wieder fette Gewinne ausschütten, verdienen kambodschanische Textilarbeiter*innen nicht mehr als den 200 US-Dollar Mindestlohn. Ihre grundlegenden Lebenshaltungskosten übersteigen das tatsächliche Einkommen. Um über die Runden zu kommen, haben 40 % der Beschäftigten  einen zweiten Job (zusätzlich zu einer 48-Stunden-Woche plus Überstunden). Darüber hinaus zeigen Untersuchungen, dass die Textilarbeiter*innen bei ihren Lebensmittelausgaben sparen und nicht in der Lage sind, Geld für Notfälle zu sparen.

„Schluss mit dem Lohndiebstahl von Adidas“ : Ehemalige Arbeiter*innen von Hulu Garments und Verbündete fordern immer noch, dass Adidas seine Verantwortung übernimmt. Copyright: Clean Clothes Campaign
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77% der Beschäftigten sind mit durchschnittlich 5000 US-Dollar verschuldet, 70% der Arbeiter*innen haben sich seit Covid-19  noch mehr verschuldet.

In diesem Teufelskreis sind die Arbeiter*innen der Fabrik Hulu Garments in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh ebenfalls gefangen, einem Betrieb, wo auch Adidas produzieren ließ. 500 Beschäftigte warten immer noch auf die Zahlung von über 1 Million US-Dollar Abfindungen.  

Um ihren Stimmen bei Adidas Gehör zu verschaffen, wird der Präsident der Gewerkschaft Independent Trade Union Federation (INTUFE) Sithyneth Ry sie bei der Adidas-Aktionärsversammlung am 16. Mai in Fürth vertreten. Außerdem wird er in drei verschiedenen Veranstaltungen in München (15. Mai), Fürth (17. Mai) und Berlin (21. Mai) über die Arbeitsbedingungen in Kambodscha und die Herausforderungen für die Gewerkschaften berichten. Ihr seid herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen. Weitere Informationen findet ihr beim Weiterlesen.


Viele Grüße & Impulse beim Lesen wünscht,
Artemisa Ljarja, Eilaktionskoordinatorin der Kampagne für Saubere Kleidung

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LOHNDIEBSTAHL BEI ADIDAS ZULIEFERER –
 
SPEAKERSTOUR

hulu+photo+2 ‌
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Sithyneth Ry, Präsident der Gewerkschaft Independent Trade Union Federation (INTUFE), berichtet über die Arbeitsbedingungen in Kambodscha und die Herausforderungen für die Gewerkschaften. 



MÜNCHEN
| 15. Mai, 19:00 Uhr

FÜRTH | 17. Mai, 19:00 Uhr 

BERLIN | 21. Mai, 19:00 Uhr 

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen...
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Naeherinnen_c FEMNET

Warum fehlen in Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie soziale Aspekte, Hugo Boss?
Anlässlich der Jahreshauptversammlung von Hugo Boss am 14.5.2024 kritisieren FEMNET, die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die einseitige Nachhaltigkeitsstrategie und hinterfragen, ob Hugo Boss seiner Sorgfaltspflichten gemäß dem deutschen Lieferkettengesetz nachkommt.

Mehr lesen...
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Fair Play : Fair Life – Aktionsideen zu EURO 2024
Vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 findet die Fußball-EM der Männer, die UEFA EURO 2024, in Deutschland statt. Unter dem Slogan „Fair play : Fair life“ hat das oikos-Institut Aktionsideen zusammengetragen, um während der EURO 2024 ein Zeichen für Menschenrechte und Nachhaltigkeit bei Sportartikelherstellern zu setzen. Sportmarken wie adidas, PUMA, Nike werden aufgefordert, für ein „Fair Play“ auch in ihren Lieferketten zu sorgen. 

Zu den Aktionsideen...
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Elf Jahre nach Rana Plaza: Textilfabriken sicherer, Auslöser der Katastrophe bleiben

Bangladesch_Rana Plaza_Pieter van de Boogert

Am Mittwoch, 24. April 2024, jährte sich die schlimmste Tragödie der Modeindustrie zum 11. Mal: der Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes in Dhaka, Bangladesch, bei dem 1.138 Menschen ums Leben kamen. Zu diesem Anlass zieht Artemisa Ljarja folgendes Fazit: “Zwar wurden seitdem beispiellose Fortschritte bei der Verbesserung der Sicherheit in den Fabriken erzielt, doch das brutale Vorgehen gegen die Proteste für die Erhöhung des Mindestlohns zeigt: Die in Bangladesch produzierenden Modemarken sorgen immer noch nicht dafür, dass grundlegende Rechte in ihren Lieferketten geachtet werden”

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Wie kann das Lieferkettengesetz die Schuhproduktion fairer machen?
Die Schuhproduktion in Indien ist nach wie vor alles andere als fair. Davon berichten in dem neuen Kurzvideo von INKOTA zwei Arbeiter aus Schuhfabriken und Gerbereien. In dem Video gehen wir der Frage nach, wie das Lieferkettengesetz zu würdigen Arbeitsbedingungen in der indischen Schuh- und Lederproduktion beitragen kann.

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Veganes Leder – Greenwashing oder echte Chance?
In der Diskussion um „veganes Leder“ wird häufig vergessen: Auch diese Materialien werden von Menschen in globalen Lieferketten hergestellt. Deshalb gilt eindeutig: Nachhaltigkeit bei Schuhen, Möbeln, Autos ist mehr, als in einem Produkt Leder durch ein neues Material zu ersetzen. Doch wo fängt Greenwashing an und was gehört zu echter Nachhaltigkeit bei veganen Lederalternativen dazu? Darauf gibt unser neues Diskussionspapier von INKOTA Antworten. 

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PRESSEECHO

März 2024 | Südlink Magazin |Globale Arbeitskämpfe. Wie Geschwerkschaften im Globalen Süden das deutsche Lieferkettengesetz für ihre Arbeit nutzen können. Das Beispiel der pakistanischen Textilindustrie.“lesen... 

Februar 2024 | ARD |Brisant: Schicke und nachhaltige Mode – wie ist das möglich? lesen...

Dezember 2023 | Südlink Magazin |Gefährliche Arbeit in Indiens Gerbereien. Wie kann das deutsche Lieferkettengesetz Arbeiter*innen zu ihrem Recht verhelfen?lesen... 
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Chhorpesal Chhom, eine ehemalige Arbeiterin von Hulu Garments, protestiert vor dem US-Headquarter von Adidas in Portland für ihre und die Rechte ihrer Kolleg*innen auf Abfindung, Mai 2023. Copyright: Clean Clothes Campaign
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Chhorpesal Chhom, eine ehemalige Arbeiterin von Hulu Garments, protestiert vor dem US-Headquarter von Adidas in Portland für ihre und die Rechte ihrer Kolleg*innen auf Abfindung, Mai 2023. 


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