Aktionen und Presseecho rund um den 5. Jahrestag vom Rana Plaza Fabrikeinsturz

Am 23. April 2013 wurde das Gebäude Rana Plaza evakuiert, nachdem Risse in den Wänden erschienen. Am nächsten Tag wurden die Arbeiter*innen von 5 Textilfabriken, die in dem Gebäude produzierten, dazu gezwungen, wieder zu ihrem Arbeitsplatz zu gehen. Als das Gebäude an diesem Tag einstürzte, starben 1134 Menschen.

Um an den Fabrikeinsturz von 2013 zu erinnern und Unternehmen aufzufordern, den 2018 Bangladesh Accord zu unterzeichnen, wurden am 5. Jahrestag in verschiedenen Ländern und Städten ganz unterschiedlich kreative Aktionen durchgeführt:

Auch in Deutschland waren Clean Clothes Campaign-Aktivist*innen am Start:

24. April 2018, 17 Uhr, Dresden, Prager Straße – Mehrere behelmte Aktivist*innen von der Regionalgruppe Dresden & Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen versammelten sich vor der NewYorker Filiale und wiesen auf die Problematik der Gebäudesicherheit bei New Yorker hin. Im Namen der Clean Clothes Campaign forderten sie New Yorker auf, das Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz, den 2018 Transition Accord umgehend zu unterzeichnen, so wie es bereits über 140 andere Modeunternehmen getan haben. 200+ Bürger*innen haben Protestkarten an New Yorker unterschrieben und zum Teil direkt im Laden abgegeben.

In Leipzig übergab eine Gruppe des Netzwerks Leipzig handelt fair am Rana Plaza Gedenktag einen Brief mit der Forderung, den 2018 Bangladesh Accord zu unterzeichnen, an NewYorker:

Die Aktionsgruppe in Berlin erinnerte durch eine Mahnwache an die Opfer von Rana Plaza:

In der Mannheimer Einkaufsmeile organisierte die lokale Regionalgruppe einen Flashmob

 

Pressecho

Nicht nur auf den Straßen waren wir Unterwegs, sondern auch in der Medienwelt:

  • Christiane Schnura, Koordinatorin der Kampagne für Saubere Kleidung zu den Zielen der Kampagne im ARD-Tagesschau:

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  • Wie viel ist uns fair produzierte Kleidung wert?  Viele Kleidungsstücke werden in Billiglohnländern wie Bangladesch hergestellt. Hat sich unser Kaufverhalten seit dem Einsturz einer Kleiderfabrik in Rana vor 5 Jahren geändert? – Christiane Schnura beim WDR 5 Tagesgespräch
  • Aber kosten soll es nichts  Ein Gastbeitrag von Gisela Burckhardt, FEMNET Vorsitzende, auf Zeit Online. – Fünf Jahre nach dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza sinken die Löhne der Näherinnen weiter. Firmen wie Ikea und Jack Wolfskin wehren sich gegen Verbesserungen.
  • „An der Einkaufspraxis von Kik und Co. hat sich nichts verändert“ – Alle Bekleidung, die normal produziert werde, komme unter massiver Verletzung von Arbeitsrechten in Deutschland an, sagte Maik Pflaum von der Christliche Initiative Romero (CIR). Fünf Jahre nach dem Unglück der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch habe sich am Arbeitsdruck und bei den Löhnen für die Arbeiter nichts getan. Weiter lesen auf Deutschlandfunk.
  • „Die Katastrophe von Rana Plaza hätte verhindert werden können“ – Interview mit Kalpona Akter, Gewerkschafterin und Geschäftsführerin des Bangladesh Center for Worker Solidarity in der WirtschaftsWoche Online. Sie beklagt, dass auch fünf Jahre nach dem Fabrikeinsturz von Rana Plaza noch Näherinnen ausgebeutet werden.

 

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