Bekleidungsindustrie Südasien

Arbeitsrechte, Arbeitskämpfe, Lebensrealitäten von Arbeiter*innen in Bangladesch, Indien, Pakistan und Sri Lanka

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Solidarity works!

Kalpona Akter und die Näherin Mim Akter aus Bangladesch sind zu Besuch bei FEMNET in Deutschland. Sie berichten über ihre Arbeit und rufen zur Solidarität der Verbraucher*innen auf. Sie weisen darauf hin: Fast fashion kills

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Ich würde lieber was anderes machen. Irgendwas, wo ich Tageslicht sehe” (Sie näht Reißverschlüsse in Kleidung). „Wenn der Druck hoch ist und eine Lieferung fertig werden muss, arbeite ich manchmal zehn oder elf Stunden am Tag. Letztens gab es im Lager meiner Fabrik einen Brand. Niemand wurde verletzt, aber viel wurde schwer beschädigt. Statt der Kleider hätten auch wir verbrennen können. Wir hatten Glück.
Zitat einer bangladeschischen Arbeiterin
Wenn es doch nur eine Krippe in der Fabrik geben würde, dann könnte ich meinen Sohn aufwachsen sehen und müsste ihn nicht im Dorf zurücklassen. Ich habe ihn nur deshalb dort gelassen, weil mein Mann und ich uns eine private Betreuung nicht leisten können
Zitat einer indischen Arbeiterin

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Beschäftigte Bekleidungsindustrie (2013)
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Anteil der Textilindustrie am Gesamtexport (2014)

Bangladesch ist nach China der weltweit größte Exporteur von Bekleidung, die rund 80 % der Exporterlöse des Landes erwirtschaftet. Über vier Millionen Beschäftigte, davon 3,2 Millionen Frauen, leben von der Arbeit in der Bekleidungsindustrie. Bangladesch hat die billigsten Arbeitskräfte weltweit (nur in Äthiopien sind die Löhne noch niedriger) , was zu einem spektakulären Wachstum der Industrie in den letzten Jahrzehnten geführt hat. Die Löhne sind so niedrig, dass die Näherinnen Überstunden machen müssen, um überleben zu können. Deshalb schuften die Frauen bis zu 10 Stunden am Tag und bis zu 100 Überstunden im Monat. In Bangladesch ist es extrem schwierig, in den Fabriken Gewerkschaften zu gründen und diese offiziell anerkennen zu lassen. In 142 von insgesamt ca. 5000 Fabriken gibt es registrierte Gewerkschaften.

Die Corona Pandemie hat zu zahlreichen Entlassungen ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Entschädigungen der Beschäftigten geführt, laut Unternehmensverband BGMEA gingen rund 400.000 Arbeitsplätze verloren. Zusätzlich grassiert die Pandemie stark und Arbeiter*innen sind der Ansteckungsgefahr in den Fabriken besonders ausgesetzt.

Nach dem Zusammenbruch von Rana Plaza am 24.4. 2013 mit über 1100 Toten und über 2400 Verletzten war der Druck auf die Unternehmen so hoch, dass sie einem Gebäude- und Brandschutz Abkommen (ACCORD) zustimmten. Dieses Abkommen lief 2021 aus, wurde aber nach langen Verhandlungen durch ein Nachfolgeabkommen 2021 abgelöst. Der Accord gilt bis heute als ein erfolgreicher Vertrag, der stark zur Sicherheit der Fabriken in Bangladesch beigetragen hat.

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