Mala & die Billig-Zombies: ein klassisches Jump&Run-Spiel

Im Rahmen des Projektes „Ob Kittel oder Blaumann – Auszubildende für faire Arbeitskleidung“ präsentiert die Kampagne für Saubere Kleidung ein Spiel, das wesentliche Kritikpunkte an den Rahmenbedingungen in der Arbeitskleidungsindustrie auf spielerische Weise, aber mit ernstem Bezug thematisiert. „Mala & die Billig-Zombies“ist ein klassisches Jump&Run-Spiel.

In der Rolle der Protagonistin Mala sieht man sich beim Versuch, unbeschadet durch eine Bekleidungs-Fabrik zu navigieren und möglichst viele Knöpfe einzusammeln, den Hindernissen und Gefahren im Arbeitsalltag einer Näherin ausgesetzt. Mala startet ohne Arbeitsvertrag in ihr Abenteuer, Notausgänge sind versperrt, hier und da fallen Steine von der Decke oder es brennt, Chemikalienfässer hinterlassen blubbernde Pfützen. Andere Charaktere weisen eine gewisse Ambivalenz auf: die namensgebenden Zombies geistern in Form der viel zu billigen Blaumänner, die in der Fabrik hergestellt werden, durch die Gänge, bringen aber zusätzliche Knöpfe, wenn man sie bezwingt.

Und die Wecker, die das zügige Arbeiten überwachen sollen, können durch einen Sprung auf den Kopf in den Schlafmodus versetzt werden und bescheren einem dadurch Bonussekunden für das rechtzeitige Beenden des jeweiligen Levels. Dieses hält regelmäßig eine Ernüchterung für Mala parat: in der Endabrechnung werden ihr die meisten der mühsam eingesammelten Knöpfe wieder abgezogen, ihr Lohn bleibt mickrig. Abhilfe schafft in späteren Levels die Gründung einer Gewerkschaft: durch geschicktes Spielen können die Kolleginnen, die überall in der Fabrik an ihren Nähmaschinen sitzen, organisiert werden, wodurch die Abzüge reduziert und schließlich ein existenzsichernder Lohn erreicht und das Spiel gewonnen werden kann.

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