Use-less?! Kleidungsstücke erzählen Geschichten.

Wie sind sie entstanden? Wer hat sie gekauft? Warum wurden sie entsorgt? use-less zeigt, was in unseren Schränken steckt und was sich hinter der Idee der „Slow Fashion“ verbirgt.

Die Ausstellung Use-less?! Slow Fashion gegen Verschwendung und hässliche Kleidung wurde am Freitag, 22. März um 19 Uhr im Hafenmuseum Speicher XI eröffnet. Mehr als 200 Besucher*innen kamen, tauschten sich aus und nahmen interessante Kontakte und spannende Anregungen zu nachhaltigen Designstrategien und einem fairen Kleiderkonsum mit nach Hause. Die Ausstellung wurde von einem interdisziplinären Netzwerks initiiert und realisiert: Hochschule Hannover/Modedesign, Hafenmuseum Speicher XI Bremen, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) und Regionalgruppe Bremen der CCC. Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Oktober im Hafenmuseum Speicher XI in Bremen zu sehen.

Zur Ausstellung use-less entwickelten die Macherinnen ein vielfältiges Begleitprogramm rund um das Thema Nachhaltige Mode für Verbraucher*innen und Textilfachleute: Fachvorträge, Talkrunden, Ateliers und Führungen mit Designer*innen, Fachworkshops, eine Modenschau und vieles mehr stehen bis 20. Oktober auf dem Programm.

Im Rahmen des Begleitprogramms fand am 24. April der Fashion Revolution Day – Gedenktag 6 Jahre nach Rana Plaza auf dem Marktplatz Bremen statt. Studierende, junge Aktivist*innen, eine Senior*innengruppe und Migrant*innen gestalteten mit der CCC-Gruppe und dem biz am Nachmittag ein buntes Event mit vielfältigen Mitmachangeboten und Informationen rund um Textilproduktion, Kleiderkonsum und Alternativen. An den Ständen konnten die Besucher*innen Informationen sammeln, bei einer Fotoaktion zum Fashion Revolution Day teilnehmen, Spiele wie Transparency Games und XL-Jenga ausprobieren. Außerdem konnten Besucher*innen Teile eines Strickpullovers am Wollator mitstricken, aus Stoffresten eigene Aufnäher gestalten, Windlichter und Schmuck basteln und erfahren wie mit Kette und Schuss ein Stoff entsteht. Forderungen an Politik, Wirtschaft und Konsument*innen zur Verbesserung der Missstände wurden auf Stoffstücke geschrieben und an einer Wäscheleine über den Marktplatz gehängt! Die Veranstalter*innen und die Besucher*innen fordern mehr Verbindlichkeit bei den Textilstandards!

Der Fachvortrag Wirtschaft und Menschenrechte in der Textilindustrie von Anwältin Dr. Miriam Saage-Maaß vom European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) beleuchtete die Situation in der globalisierten Modeindustrie am Beispiel des Prozesses gegen den Textildiscounter kik. Sie machte deutlich, wie schwierig bis unmöglich es derzeit ist, als geschädigte*r Arbeiter*in gegen ein Unternehmen juristisch vorzugehen und stellte internationale Ansätze vor, diesem Problem zu begegnen, wie z.B. den UN Treaty. In der anschließenden Diskussion ging es u.a. um mehr Transparenz in Lieferketten, die Grenzen freiwilliger Selbstverpflichtungen von Firmen und die Frage nach gesetzlichen Regelungen, die die Einhaltung der Rechte von Arbeiter*innen garantieren.

Alle Veranstaltungen und Infos zur Wanderausstellung unter: useless-ausstellung.de

#uselessfashion

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