Presseeinladung zur Protestaktionen – Aktivist*innen fordern von der Bundesregierung ein Lieferkettengesetz

Rund um den Black Friday protestieren Aktivist*innen der Kampagne für Saubere Kleidung mit einem Flashmob dagegen, dass Unternehmen häufig Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in Kauf nehmen, um in Deutschland billige Produkte zu verkaufen. Die Aktion findet im Rahmen der „Initiative Lieferkettengesetz“ statt.

Rabatte, Discount, Super Sale – am Black Friday, dem Schnäppchen-Tag des Jahres, erreicht der Konsumrausch in Deutschland seinen Höhepunkt. Doch dieser Konsum hat eine Kehrseite: In vielen Produkten stecken Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung – von den billigen Klamotten über das reduzierte Smartphone bis zu den günstigen Pralinen. Mit einem Flashmob weist die Kampagne für Saubere Kleidung auf diese untragbaren Zustände hin.

Ablauf der Aktion: Mitten im vorweihnachtlichen Einkaufstrubel bleiben Aktivist*innen erstarrt stehen. Wie auf ein Kommando hin kleiden sie sich in weiße Overalls und ziehen sich Einkaufstüten über den Kopf. Darauf zu lesen Slogans wie „Für mehr Verantwortung! Für mehr Menschenrechte!“. Passant*innen bleiben irritiert stehen. Am Ende die Auflösung: Die Aktivist*innen protestieren #GegenGewinneOhneGewissen und für ein #Lieferkettengesetz. Schon ist die Flashmob-Performance wieder vorbei.

Mit der Aktion im Rahmen der „Initiative Lieferkettengesetz“ fordert die Kampagne für Saubere Kleidung von der Bundesregierung einen gesetzlichen Rahmen, mit dem Unternehmen dazu verpflichtet werden, auch im Ausland Menschenrechte und Umweltstandards zu achten. „Fabrikunglücke wie Ali Enterprises oder Rana Plaza sind ein Mahnmal dafür, dass in einem freiwilligen Rahmen und mit kommerziellen Audits oder Zertifizierungen Unglücke und Menschenrechtsverletzungen nicht verhindert werden.“,

Die Kampagne für Saubere Kleidung geht mit ihrer Aktion am 29. und 30. November bundesweit auf die Straße – unter anderem in Berlin, Bremen, Dresden, Hamburg, Hannover, Görlitz, Greifswald, Köln, Münster und Stuttgart. In zahlreichen Städten gibt es darüber hinaus weitere Aktionen für ein Lieferkettengesetz.

Ansprechpartner/innen vor Ort: (Infos werden ergänzt) 

BERLIN

30. November 2019
13:00 Uhr: Gesundbrunnen-Center Berlin
13:45 Uhr: Schönhauser Allee Arcaden
14:40 Uhr: Ringcenter Frankfurter Allee

facebook-event

Berndt Hinzmann, INKOTA-netzwerk, Kampagne für Saubere Kleidung, Tel. 0160 94 69 87 70,
E-Mail: hinzmann@inkota.de

DRESDEN

29. November 2019
Redebeitrag zum Lieferkettengesetz und Unterschriftensammlung auf der Fridays-for-Future-Demo  13:00 Uhr: Start der Demo, Theaterplatz Dresden

30. November 2019 / 11.30 – 17.00 Uhr
11:30 Uhr: Treff, im ÖIZ Dresden, 4. Etage, Kreuzstraße 7, Dresden
13:00 Uhr: Aktionsstart Prager Straße 10 

facebook-event

Fabienne Winkler, ENS e.V. , Kampagne für Saubere Kleidung, Tel. 03 51 – 43 83 78 61,
E-Mail: fabienne.winkler[at]einewelt-sachsen.de

GÖRLITZ

30. November 2019 / 11 – 13 Uhr
Treffpunkt: Kinder-Kultur-Café Camaleón, Lutherplatz 5, 02826 Görlitz

facebook-event

Ulrike Rosemann, Tierra – Eine Welt e.V. Görlitz, Tel. 03581 – 87 99 44 9, E-Mail: u.rosemann[at]tierra-goerlitz.de

GREIFSWALD

29. November 2019 / 17:30 Uhr
Weihnachtsmarkt in Greifswald

Offene Nähwerkstatt Kabutze, info[at]kabutze-greifswald.de 

HANNOVER

30. November 2019 / ab 15:00 Uhr
Treffpunkt: vor dem Eiscafé am Hbf Hannover

Tragbarer Lebensstil, kontakt[at]tragbarer-lebensstil.de

Ansprechpartner bundesweit

Johannes Heeg, Sprecher „Initiative Lieferkettengesetz”, Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse@lieferkettengesetz.de

Weitere Informationen:

www.lieferkettengesetz.de

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Die „Initiative Lieferkettengesetz“ ist ein Zusammenschluss von 74 zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Initiative tritt dafür ein, dass sich Unternehmen für Schäden an Mensch und Umwelt entlang der gesamten Lieferkette verantworten müssen und fordert hierzu von der Bundesregierung die Schaffung eines gesetzlichen Rahmens. Die Kampagne für Saubere Kleidung und das INKOTA-netzwerk (ggf. ergänzen bzw. verändern) sind Teil der Initiative.

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