Ob im Modehaus oder online: Wer ethisch konsumieren will, steht einer Flut von Siegeln und Standards gegenüber. Nachhaltigkeitslabel beeinflussen täglich Millionen Kaufentscheidungen. Rund zwei Drittel der Verbraucher*innen vertrauen laut IFH-Handelsreport 2024 auf Gütesiegel. Das Geschäft mit Nachhaltigkeitssiegeln boomt: Weltweit existieren bereits über 460 aktive Siegel, Tendenz steigend.
Doch was steckt wirklich hinter den bunten Logos? Unsere Mitgliedsorganisation Romero Initiative (CIR) hat in der Neuauflage ihres Handbuchs 80 gängige Textil- und Lebensmittelsiegel auf soziale und ökologische Kriterien sowie ihre Glaubwürdigkeit geprüft. Die aktualisierte Ausgabe basiert auf einem überarbeiteten Kriterienkatalog, der neue gesetzliche Vorgaben und das Konzept der Just Transition berücksichtigt.
Das Ergebnis: Nur wenige Initiativen informieren transparent über ihre Lieferketten. Viele Label versprechen hohe Standards, deren Einhaltung jedoch kaum nachvollziehbar ist. Existenzsichernde Löhne, Preisprämien, faire Einkaufspraktiken, Schutz vor Klimarisiken – bei vielen Labels bleiben dies Lippenbekenntnisse.
Erstmalig bewerten wir auch die größten Drogerien, (Bio-)Supermärkte und Discounter. Obwohl sie im Bereich Ökologie und Glaubwürdigkeit teilweise gut abschneiden, sind die Ergebnisse in puncto Soziales bei Denns, Biocompany, Rossmann, Edeka/Netto mangelhaft, bei der Drogerie Müller sogar ungenügend.
Mehr Infos zu den Unternehmen und den Labels, deren Stärken und Schwächen, findet ihr im über 200 Seiten starken Wegweiser durch das Labellabyrinth. Jetzt bestellbar (ab 15.12. lieferbar).






