Am Beispiel des Baumwoll-T-Shirts, eines der einfachsten und meistgekauften Kleidungsstücke, zeigt der Bericht „Squeezed Dry“ unserer Schweizer Schwesterorganisation Public Eye, wie massiver Preisdruck von globalen Markenfirmen und Handelskonzernen Mehrwert aus den Lieferketten presst – zulasten der Arbeiter*innen und Herstellern in den Produktionsländern. Und zu Lasten der Glaubwürdigkeit der Nachhaltigkeitsversprechen der Modebranche.
Einkaufspreise real gesunken
Gestützt auf langfristige und unternehmensspezifische Handelsdaten sowie Interviews mit Produktions- und Fabrikmanagern in Bangladesch zeigt der Bericht die zentralen Trends auf:
- Während Inflation und Lebenshaltungskosten stark gestiegen sind, haben sich die Einkaufspreise kaum erhöht – und sind real sogar gesunken.
- Gleichzeitig hat sich auch die geografische Verteilung der Produktion verschoben. Auf der Suche nach immer niedrigeren Preisen konzentriert sich die Herstellung einfacher Produkte zunehmend in Niedriglohnländern – mit Bangladesch als zentralem Produktionsstandort.
Die Ergebnisse weisen auf ein Geschäftsmodell hin, das auf dauerhaft niedrigen Preisen, starker Abhängigkeit der Lieferanten und strukturellem Druck auf Arbeitskosten basiert.
Konkrete Ansätze für fairere Einkaufspraktiken
Doch der Bericht bleibt nicht bei der Problembeschreibung stehen. Von einer kostenbasierten Preisgestaltung von unten bis hin zu Mindestpreiszielen zeigt er konkrete Ansätze für fairere Einkaufspraktiken in der Modeindustrie auf.
Wer verstehen will, was ein billiges T-Shirt wirklich kostet und welche wirtschaftlichen Mechanismen dahinter wirken, findet in Squeezed Dry eine fundierte und hochaktuelle Analyse.
Jetzt lesen auf www.publiceye.ch
Grafiken: © Public Eye







