November, 2019

09Nov 14:00Aktion zur Eröffnung von Primark in Kiel14:00 Veranstaltet von: Regionalgruppe Kiel der Kampagne für Saubere Kleidung, das Frauenwerk der Nordkirche, Attac Kiel und Extinction Rebellion

Termindetails

Anlässlich der Eröffnung von Primark in Kiel halten zivilgesellschaftliche Gruppen am Sonnabend den 9.11. um 14 Uhr eine Kundgebung mit Straßentheater vor dem neuen Primark-Store am Berliner Platz / Ecke Holstenstraße ab.

Veranstalterinnen sind die Regionalgruppe Kiel der Kampagne für Saubere Kleidung, das Frauenwerk der Nordkirche, Attac Kiel und Extinction Rebellion. Mit der öffentlichen Aktion wird auf soziale und ökologische Missstände bei der Produktion von Kleidung hingewiesen.

Mehr als ein Drittel der in Deutschland gekauften Kleidung (2 Mrd. Kleidungsstücke) wird kaum genutzt aussortiert. Für „ Alt“kleider gibt es mittlerweile ein riesiges Entsorgungsproblem. In jedem T-Shirt und jeder Hose, die hier kaum getragen am Ende zu Putzlappen weiterverarbeitet wird, steckt die Arbeitsleistung von Näherinnen, die in Asien und Osteuropa für Niedriglöhne schuften. Für jedes Kleidungsstück werden Tausende von Litern an Wasser verbraucht, die in der Landwirtschaft fehlen.

Der Einsatz von Chemikalien belastet Mensch und Umwelt. Böden erodieren beim Baumwollanbau, Pestizide und Insektizide vergiften Insekten und Menschen. Meere und Fische werden durch Auswaschungen von Mikroplastik in Kleidung verseucht. Geschätzt gehen 10 Prozent der CO2-Emissionen weltweit auf das Konto von Kleidung.

Waltraud Waidelich von der Regionalgruppe Kiel der Kampagne für Saubere Kleidung sagt: Wir machen seit Jahren auf die sozialen und ökologischen Folgen der Fast Fashion Industrie aufmerksam. Gemeinsam wollen wir zeigen: Kiel nimmt Primark nicht schweigend in Empfang! Wir sehen das Unrecht entlang der Lieferkette. Wir fordern von Primark und anderen Unternehmen, dass sie für existenzsichernde Löhne in der Produktion sorgen und in der Kalkulation heute schon die Umweltbelastungen für kommende Generationen einpreisen.

Der Protest richtet sich nicht gegen Menschen, die günstig einkaufen. Er richtet sich gegen eine Industrie, die Kleidung zu einem Wegwerfartikel verkommen lässt – unter Missachtung der Arbeit und Ressourcen, die darin enthalten sind.

Markus Schwarz vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein: „Wir fordern die Politikerinnen und Politiker auf, endlich ein Lieferkettengesetz zu erlassen, das Unternehmen Sorgfaltspflichten auferlegt, entsprechend der UN- Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte.“

„Wir fordern die Politik auf, Handelsbeziehungen fair zu gestalten“, sagt Johannes Stemme von Attac Kiel.

Kontakt:
Waltraud Waidelich, Frauenwerk der Nordkirche, Kampagne für Saubere Kleidung, Kiel,
0151 11179163, waltraud.waidelich@frauenwerk.nordkirche.de

Wann

(Samstag) 14:00

Veranstaltet von

Regionalgruppe Kiel der Kampagne für Saubere Kleidung, das Frauenwerk der Nordkirche, Attac Kiel und Extinction Rebellion

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