Oktober, 2020

26Okt14:0015:45Mode ohne Ausbeutung! Die Situation indonesischer Textilarbeiter*innen und (Unternehmens-) Verantwortung in DeutschlandWeb-Seminar14:00 - 15:45 Veranstaltet von: Zivilgesellschaftliche Akteuren des Textilbündnisses

Termindetails

Indonesien ist eines der größten Exportländer von Textilien. Unternehmen wie adidas und H&M lassen dort produzieren – vielfach auf Kosten der Menschenrechte. Die Löhne liegen unter dem Existenzminimum, Rechte der Arbeiter*innen wie Versammlungsfreiheit werden missachtet. Die Folgen von COVID-19 hat die Situation für die Arbeiter*innen verschärft. Sie werden ohne soziale Absicherung fristlos entlassen. Andriko Otang, Vertreter des Trade Unions Rights Center (TURC), wird von der Situation in seinem Land berichten und davon wie indonesische Gewerkschaften sich gegen Entlassungen und für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen. Anschließend diskutieren wir mit Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, welche Verantwortung deutsche Unternehmen, aber auch wir tragen und wie wir aktiv werden können.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und über Interesse!
Katja Breyer, Vera Dwors und Isabell Ullrich!

Referent*innen

Andriko Otang, Trade Unions Rights Center (TURC), Indonesien
Pfr. Dietrich Weinbrenner, Beauftragter für nachhaltige Textilien der Ev. Kirche von Westfalen
Johannes Norpoth, Koordinator der zivilgesellschaftlichen Akteure im Textilbündnis
Moderation: Isabell Ullrich, Koordinatorin der „Kampagne für Saubere Kleidung“

Das Web-Seminar wird auf Deutsch und Englisch stattfinden.

> Anmeldung

 

Trade Union Rights Center (TURC), Jakarta, Indonesien
TURC ist eine indonesische Nichtregierungsorganisation (NGO) mit Sitz in Jakarta. Seit ihrer Gründung in 2004 setzt sie sich für die Rechte von Arbeiter*innen ein. Dazu führt sie Studien zu den Arbeits‐ und Lebensbedingungen der indonesischen Arbeiter*innen durch und arbeitet eng mit Gewerkschaften zusammen, um Arbeitsrechte durchzusetzen. TURC verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigt dabei unter anderem die Lebensverhältnisse der Familien der Arbeiter*innen und die spezifischen Probleme von Arbeiter*innen im informellen Sektor. TURC setzt sich für Versammlungsfreiheit, faire Löhne, Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie ein Krankenversicherungssystem ein. Neben dem Engagement für die Rechte Textilarbeiter*innen setzt sich TURC für die Rechte von Arbeiter*innen in der Schuhproduktion und der Palmölindustrie in Indonesien ein.

Andriko Otang engagiert sich seit 2010 bei TURC und ist seit 2016 Geschäftsführer. Während seinem Jurastudium spezialisierte er sich auf Wirtschaftsrecht, insbesondere auf Arbeitsrecht, Arbeitsbeziehungen sowie Beschwerdemechanismen und Schlichtungsverfahren. Andriko Otang hat als technischer Berater für den indonesischen Gewerkschaftsbund gearbeitet und war an der
Durchsetzung eines erhöhten Mindestlohnes beteiligt. Seit 2019 berät er die ILO zur Umsetzung der SDGs.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Speakers Tour der zivilgesellschaftlichen Akteuren des Textilbündnisses.

Gefördert von: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Stiftung für Umwelt und Entwicklung NRW, misereor und Brot für die Welt.

Wann

(Montag) 14:00 - 15:45

Wo

Online

Veranstaltet von

Zivilgesellschaftliche Akteuren des Textilbündnisses

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