Äthiopien, Bangladesch, Myanmar: Gewalt gegen Frauen in der Textilproduktion

Die Situation von Frauen in alten und neuen Textilproduktionsländern

Die weltweite Nachfrage nach Bekleidung wächst beständig – in den letzten Jahren vor allem im billigen Fast Fashion Segment. Um ihre Herstellungskosten zu senken, wandern Modemarken von einem Produktionsland zum nächsten. Bangladesch ist inzwischen schon lange einer der angestammten Produktionsstandorte für die globale Textilindustrie. Seit einigen Jahren streben neue Märkte auf, wie etwa Myanmar und Äthiopien.

Textilproduktion in Äthiopien. © Saskia Wulfinghoff

FEMNET hat in einer Studie einen Vergleich zwischen der Situation von Textilarbeiterinnen in Bangladesch, Äthiopien und Myanmar angestellt. Die Analyse zeigt, dass die soziale und arbeitsrechtliche Situation von Frauen in der Bekleidungsindustrie in allen drei Ländern prekär ist. Bangladesch steht hinsichtlich der Gleichheit der Geschlechter, zivilgesellschaftlicher Freiheit und der Gewährung politischer Rechte nicht gut da, jedoch besser als Äthiopien und Myanmar. Gewalt gegen Frauen ist in alten wie neuen Produktionsländern ein großes Problem: Viele Arbeiterinnen haben unter sexueller Belästigung, körperlichen Übergriffen, Beschimpfungen und anderen Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt am Arbeitsplatz zu leiden.

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Kontakt

Gisela Burckhardt, FEMNET e.V., gisela.burckhardt@femnet-ev.de

 

Titelbild: Bangladesch  © EvaHein

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