Stehst du auf Unterdrückung? Unterdrückung steckt in deinem Schuh!

In vielen Produktionsländern der Schuh- und Lederindustrie wird das Recht auf Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit systematisch untergraben: ArbeiterInnen haben kaum Möglichkeiten, sich zu beschweren oder sich in Gewerkschaften zu organisieren und Streiks werden oft gewaltsam niedergeschlagen. Markenfirmen tragen hier eine Verantwortung, denn die Unterdrückung von ArbeiterInnen verstößt gegen internationale Menschenrechte und unternehmenseigene Verhaltenskodizes.

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Das Factsheet „So wird ein Schuh draus“ thematisiert die Situation von ArbeiterInnen im chinesischen Schuhsektor. Es zeigt auf, dass Arbeitsrechtsverletzungen in der chinesischen Schuhindustrie noch immer Gang und Gebe sind. Niedrige Löhne, unfreiwillige Überstunden, mangelnder Schutz vor Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge und zu geringe Abfindungszahlungen bei Entlassungen gehören in der chinesischen Schuhindustrie immer noch zur Tagesordnung. Zudem werden Gewerkschaften weiterhin systematisch unterdrückt und Streiks z.T. gewaltsam niedergeschlagen.

Den Ausdruck „Made in Europe“ verbinden viele westeuropäische KonsumentInnen mit der Vorstellung von besseren Arbeitsbedingungen und -rechten. Das Factsheet „Harte Arbeit für wenig Geld“ zeigt jedoch auf, dass auch in der europäischen Schuhproduktion  problematische Arbeitsbedingungen und zu niedrige Löhne vorherrschen. So wird z.B. ein großer Anteil italienischer Markenschuhe  in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, der Slowakei, Polen und Rumänien hergestellt. Unbezahlte Überstunden, extreme Temperaturen in den Fabriken sowie vielfache Gesundheitsrisiken sind nur einige Beispiele. Zudem stießen wir auch hier auf viele Fälle von ArbeiterInnen, die Angst hatten, sich zu organisieren oder zu beschweren.

Einen Überblick über die aktuelle Situation der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten durch verschiedene Schuhunternehmen gibt das Factsheet „Rechte von ArbeiterInnen mit Füßen getreten“. Hier wird veranschaulichti, welche Marken was unternehmen, um die Rechte von ArbeiterInnen entlang ihrer gesamten Lieferkette zu respektieren. Eine Schlussfolgerung ist, dass die meisten Schuhunternehmen noch zu wenig tun, um ihrer globalen Verantwortung für Menschenrechte nachzukommen und aktuelle Maßnahmen oft nicht an der Wurzel des Problems ansetzen, sondern nur einzelne Symptome bekämpfen.

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