ACCORD: Fünf Jahre erfolgreiche Arbeit steht vor dem Aus

Der Ruf „Nie wieder Rana Plaza!“ hallt noch wider. Dennoch soll mit dem gegenwärtigen Beschluss des obersten Gerichtshofs von Bangladesch die Weiterarbeit des ACCORD, dem Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch, zum 30. November 2018 beendet werden.

Die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign) ruft deshalb Unternehmen und die Bundesregierung sowie die Europäischen Kommission auf, deutlicher zu intervenieren. So könnten z.Bsp. Unternehmen, die Aufträge in Bangladesch platzieren, dies von der Fortführung des ACCORD abhängig machen.

VertreterInnen der ArbeiterInnen in Bangladesch heben die hohe Wirksamkeit des Abkommens hervor. „Wir brauchen den ACCORD, denn dieser hat enorme Veränderungen bewirkt“, sagt Kalpona Akter von der Arbeitsrechtsorganisation BCSW Bangladesch. Die Sicherheit der ArbeiterInnen habe sich durch den ACCORD nachweislich erhöht.

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Das Europa-Parlament verabschiedete am 15. November eine Resolution in der die Regierung von Bangladesch dringend dazu aufgerufen wurde, die vielfache Verletzung der Menschenrechte wie Behinderung des Rechts auf Vereinigungsfreiheit und Repression von GewerkschafterInnen zu unterbinden. Im Dezember 2016 waren nach Protesten für einen Lohn zum Leben 34 GewerkschafterInnen inhaftiert und über 1.600 ArbeiterInnen entlassen worden. Dabei wurde ebenso dringlich die Fortführung des ACCORD empfohlen.

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