Ali Enterprises: Erste mündliche Gerichtsverhandlung nach 6 Jahren

Am 29. November verhandelt das Landgericht Dortmund den Fabrikbrand bei Ali Enterprises, einem
pakistanischen Zulieferer des deutschen Textilunternehmens KiK, erstmals mündlich. Am Vortag berichtet die Klägerin Saeeda Khatoon gemeinsam mit Nasir Mansoor über
den transnationalen Kampf der Ali Enterprises Factory Fire Affectees Association für
Gerechtigkeit in den Lieferketten der globalen Textilindustrie. Miriam Saage-Maaß (ECCHR)
erläutert den juristischen Hintergrund und die rechtspolitische Bedeutung des Verfahrens.
258 Menschen starben, Dutzende wurden verletzt als die Textilfabrik Ali Enterprises am 11.
September 2012 in Karatschi (Pakistan) abbrannte. Hauptkunde der Fabrik war KiK. Deswegen
sind vier der Überlebenden und Angehörigen in Deutschland vor Gericht gezogen. KiK soll
wegen seiner Mitverantwortung für den mangelnden Brandschutz in der Fabrik haften.
Das Verfahren soll klar machen: Transnationale Unternehmen aus dem Globalen Norden sind
auch für die Arbeitsbedingungen in ihren Tochter- und Zulieferbetrieben im Globalen Süden
verantwortlich. Die Zivilklage wurde von den Jurist_innen des ECCHR erarbeitet, mit
Unterstützung von medico international.

Die Kampagne für Saubere Kleidung unterstützt seit Beginn den Kampf der Familien für Gerechtigkeit. In diesem Zusammenhand haben wir gemeinsam mit unseren Partnern in Italien eine OECD Beschwerde gegen das Social Auditing Unternehmen RINA eingereicht, welches damals für die Sicherheitskontrollen verantwortlich war.

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