Indonesien, Bangladesch und China: Unterstütze Arbeiter*innen jetzt!

Ein wichtiger Zeitpunkt, um für die Rechte von Arbeiter*innen einzustehen. Letzte Woche fand die Eröffnung des neuen Flagship Stores des japanischen Textilriesen UNIQLO in Kopenhagen statt. Mit dabei waren die beiden indonesischen Arbeiter*innen Warni und Yayat. 2015 verloren sie ihren Job kurz nachdem das Unternehmen seine Aufträge aus der Fabrik zurückzog und bis heute erhielten sie keine Entschädigung von dem Megaunternehmen. Nicht nur sie kannst du unterstützen!

Denn erst heute entschied das oberste Gericht in Bangladesch erneut, die Entscheidung über die Zukunft des Bangladesch ACCORD auf den 15. April zu verschieben. Auch hier kannst du uns unterstützen, um den Stimmen der Arbeiter*innen Gehör zu verschaffen!

SENDE EINE NACHRICHT AN UNIQLO: Zahle endlich, was du den Näher*innen deiner Kleidung schuldest

Im Oktober konnte durch den internationalen Druck ein Treffen mit UNIQLO erreicht werden, nur weigert sich das Unternehmen immer noch die zahlreichen Arbeiter*innen der ehemaligen Fabrik Jaba Garmindo zu entschädigen. Während sich das Unternehmen als Pionieer für außergewöhnliche und nachhaltige Mode vermarktet, fragen wir: Wie kann ein Unternehmen nachhaltig sein, dass die Menschen, die seine Kleidung fertigen, nicht bezahlt?

Das kannst du auch fragen. Sende eine Nachricht an UNIQLO und den CEO Tadashi Yanai. Die Eröffnung des Flagship Stores in Kopenhagen nehmen wir dabei zum Anlass. Schreibe einen Kommentar auf deinen Social Media Kanälen mit dem Hashtag #PayUpUNIQLO. Auf der der Veranstaltungsseite oder der dänischen Seite des Unternehmens kannst du auch einen Kommentar hinterlassen, zum Beispiel:

I insist that Uniqlo pay the estimated $5.5 million owed in unpaid wages and severance pay to the Jaba Garmindo workers in Indonesia. These workers earned this money over many years of working hard and long hours to produce clothes for Uniqlo. To deny them their payment now is tantamount to wage theft. I demand that Uniqlo’s CEO pay this debt immediately. This is how Uniqlo can live up to its principles and make a positive difference in society. #PayUpUNIQLO

Arbeiter*innen fordern Entschädigung in Kopenhagen

SETZE EIN ZEICHEN FÜR DIE SICHERHEIT VON TEXTILARBEITER*INNEN: Schreibe an die Regierung Bangladeschs

Bei der gestrigen Anhörung vor dem obersten Gerichtshof in Bangladesch entschied das Gericht erneut, eine Entscheidung zu verschieben – auf den 15. April. Damit steht die Zukunft dieses wichtigen Programms, welches nach dem Einsturz von Rana Plaza errichtet wurde um Fabriken sicher zu machen, immer noch in den Sternen. Dies steht in einer Reihe mit den jüngsten und seit Jahren schlimmsten Repressionen von protestierenden Arbeiter*innen. Können Arbeiter*innen für ihre Sicherheit auf eine Regierung bauen, die sie inhaftiert und gewalttätig unterdrückt?

Recherchen der CCC und erneute Brände in Fabriken zeigen, dass nationale Behörden in dem Land noch nicht weit genug sind um die Arbeit des ACCORDS zu übernehmen. Selbst Unternehmen unterstützen eine Weiterführung des Abkommens.

“Wenn der ACCORD das Land verlassen muss, dann bedeutet das, dass Arbeiter*innen erneut in großer Gefahr sind. Dieses Risiko sollten wir auf keinen Fall zulassen!”
(Kalpona Akter, Arbeitsrechtsaktivist in Bangladesch)

Unterstütze uns und setze ein Zeichen für die Arbeiter*innen in Bangladesch:

Arbeiter*innen protestieren für den Erhalt des ACCORDS

WERDE AKTIV FÜR DIE INHAFTIERTEN ARBEITER*INNEN UND AKTIVIST*INNEN IN CHINA: Unterzeichne die Petition

Sich gewerkschaftlich zu organisieren ist kein Verbrechen! Das gilt nicht nur für Näher*innen. Im Sommer 2018 wurden Arbeiter*innen der Fabrik Jasic Technology, welche Schweißausrüstung herstellt, entlassen und später sogar inhaftiert nachdem sie eine eigene Gewerkschaft gründeten. Immernoch sind mehr als 40 von ihnen inhaftiert. Letzte Woche fand eine globale Aktionswoche statt, bei welcher Menschen ihre Solidarität bekundeten. Auch du kannst aktiv werden, in dem du die Petition unterzeichnest.

Straßenaktion für die inhaftierten, chinesischen Arbeiter*innen in Süd Korea

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