Tribunal fordert Existenzlohn

Die Asiatische Allianz für einen Basislohn („Asia Floor Wage Alliance“) setzt der Standortkonkurrenz der Bekleidungsproduzenten eine solidarische Initiative für einen Lohn, der für alle zum Leben reicht, entgegen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Initiative sind die Tribunale, auf denen ArbeiterInnen ihre Erfahrungen und Forderungen untereinander, aber auch mit Regierungen, Unternehmen und der Öffentlichkeit teilen können.

Nach Tribunalen in Sri Lanka, Indien und Kambodscha hat nun das Tribunal in Indonesien stattgefunden.

Das Resultat der öffentlichen Anhörungen von ArbeiterInnen und VertreterInnen der Unternehmen adidas und H&M ist das laut Jury klare Beweise für eine „systematische Verletzung des grundlegenden Rechtes auf ein menschenwürdiges Leben“ in der indonesischen Bekleidungsindustrie vorliegen. Existenzlohn und Organisationsfreiheit wären Grundvoraussetzungen für eine globale Bekleidungsindustrie, die Menschenrechte achtet.

Mirjam van Heugten von der Clean Clothes Campaign betont: “Keine Marke kann von sich behaupten, ein wirklich nachhaltiges Unternehmen zu sein, so lange die NäherInnen in Armut leben.“

Mehr Informationen bei der Clean Clothes Campaign.

Das Permanent People´s Tribunal („Permanter Gerichtshof der  Völker“) bezieht sich auf die Tradition des Russell Tribunals und die Universelle Deklaration der Rechte der Völker von Algier 1976.

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