Ausbeutung in Europa: Menschenrechtsverstöße in der Produktion für deutsche Modemarken

Unsere neueste Studie über die alten Menschenrechtsverletzungen, direkt vor unserer Haustür.

Wir brauchen endlich ein Gesetz, das Modeunternehmen zwingt, dafür zu sorgen, dass die Menschenrechte in ihren Lieferketten nicht mehr verletzt werden. 

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Bei der Produktion unserer Kleidung werden immer noch Menschen- und Arbeitsrechte verletzt – auch bei uns in Europa. Und trotz offensichtlicher gesundheitlicher Risiken in Zeiten von Covid-19 werden Näherinnen gezwungen, in die Fabrik zu gehen und zu arbeiten. Unsere neuesten Rechercherergebnisse gemeinsam mit Brot für die Welt legen Menschenrechtsverstöße in der Produktion von Hugo Boss, Gerry Weber, Esprit sowie deutschen Supermarkt-, Drogerie- und Modeketten offen.

„Wenn Du krank bist, bringst du dich besser gleich um. Du kannst dir das nicht leisten.“, war ein Statement einer Arbeiterin beim Hugo Boss-Lieferanten KRATEKS.

Für den Bericht «Ausbeutung Made in Europe» wurden Lieferanten in Serbien, der Ukraine, Kroatien und Bulgarien untersucht. In den vier Ländern nähen insgesamt ca. 120.000 Beschäftigte allein für den deutschen Markt. Bei Verdiensten von einem Drittel bis einem Fünftel eines Existenzlohnes entsteht der Nährboden für Menschenrechtsverletzungen, wie der Bericht zeigt und wie sie in Krisenzeiten weiter eskalieren.

„Hugo Boss verweist immer auf seinen Corporate Health Award, doch bei seinem kroatischen Lieferanten gab es im Januar nicht einmal genügend Seife und Toilettenpapier“, kritisiert Bettina Musiolek, Ko-Koordinatorin für CCC Osteuropa und die Türkei und eine der Autorinnen der Studie.

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Pressemitteilung zur Veröffentlichung: Sieben Jahre nach Rana Plaza stürzt die Coronakrise die Näherinnen in der Textilindustrie in neues Leid – auch in Europa

Beitragsbild: Ukraine, 2019 © Yevgenia Belorusets / Clean Clothes Campaign
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