Bekleidung „Made in Romania“ zu Armutslöhnen

Fast eine halbe Million Menschen arbeiten in der Modeindustrie Rumäniens. Damit ist das Land der größte Bekleidungsproduzent Europas, Deutschland eines der wichtigsten Exportdestinationen. Unser neu veröffentlichtes Länderprofil der Clean Clothes Campaign und des Entwicklungspolitischen Netzwerks Sachsen e.V. zu dem Land zeigt: Armutslöhne sind die Realität!*

DIE AUSGEWERTETEN RECHERCHEN ZEIGEN, DASS DER DURCHSCHNITTLICHE LOHN DER BEFRAGTEN IN DER REGULÄREN ARBEITSZEIT BEI 14 PROZENT EINES EXISTENZSICHERNDEN LOHNS LAG. OFT LAG IHR GEHALT FÜR DIE REGELARBEITSZEIT UNTER DEM GESETZLICHEN MINDESTLOHN.

Deshalb sind die meisten Beschäftigten überschuldet. Die wichtigsten Strategien für Näherinnen, mit bitterer Armut umzugehen, sind neben Schulden die Subsistenzlandwirtschaft und die Arbeitsmigration. Familienangehörige fast jeder zweiten befragten Beschäftigten arbeiten als Bau- oder Schlachthofarbeiter, als Erntehelfer oder Pflegekräfte in Deutschland und Westeuropa. Zwischen den Armutslöhnen in der Modeproduktion und der Arbeitsmigration vieler Rumänen in den Westen besteht ein direkter Zusammenhang.

Die Mehrheit der deutschen und westeuropäischen Modemarken, die in Rumänien herstellen lassen, haben sich nicht gegen Armutslöhne, Gesetzes- und Menschenrechtsverstöße in Rumänien wirksam eingesetzt.

DESHALB FORDERN WIR DIE EU AUF, ZU HANDELN.

Erfahre hier, was Kandidat*innen der Europawahl zu unseren Forderungen nach verbindlichen Lieferketten- und Sorgfaltspflichtsgesetzen sagen.

DOWNLOADS:

  • Das Länderprofil als pdf-Datei (in Englisch) kann hier heruntergeladen werden.

 

Im Bericht wird das Unternehmen ROFA genannt. Es handelt sich um die rofa Bekleidungswerk GmbH & Co. KG für Berufs- und Schutzkleidung.

Kontakt:

Bettina Musiolek, Entwicklunspolitisches Netzwerk Sachsen,
bettina.musiolek@einewelt-sachsen.de,  0176 – 577 13 247

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